Travelogue Travel Guide: Safari im Krüger Nationalpark

17. Mai 2020

Afrika – so schön und so wild! Auch Südafrika ist da keine Ausnahme: Das südlichste Land des Kontinents ist bekannt für seine Tierwelt, landschaftliche Schönheit und Safaris in der weiten Ebene. Und eine Safari im wohl bekanntesten Nationalpark Südafrikas, dem Krüger Nationalpark, gehört zu den absoluten “Must-Dos”. Der Krüger Nationalpark ist nicht ohne Grund sehr beliebt und auch wenn ich anfangs eher skeptisch war, ob der Hype dem Park gerecht werden würde, kann ich jetzt sagen: es lohnt sich!

Wenn es eure erste Reise zum Krüger Nationalpark ist und ihr nicht so genau wisst, wie ihr euren Aufenthalt und eine Safari dort planen sollt – hier ist mein Travelogue Travel Guide für den Krüger Nationalpark.

Der Krüger Nationalpark

Das größte Wildschutzgebiet Südafrikas befindet sich im Nordosten des Landes. Auf einer Fläche von etwa 19.500 km² ist er nicht nur einer der größten in ganz Afrika, sondern bietet landschaftlich auch extrem viel Abwechslung! Und mit dieser landschaftlichen Abwechslung kommt eben auch eine große Artenvielfalt. Wenn ihr also auf eurer Safari eine Chance auf die Big 5 haben möchtet, im Krüger sind alle vertreten.

Was den Park auch noch ausmacht? Die Infrastruktur ist wirklich gut. Das heißt, dass ihr bedenkenlos auch selber fahren könnt, ohne befürchten zu müssen, dass ihr euch verfahrt oder irgendwo im Tiefsand stecken bleibt. Auch wenn der Krüger Nationalpark aufgrund seiner Beliebtheit natürlich besser besucht ist als andere, bei dieser Größe verteilt es sich sehr gut.

Übrigens: Streng genommen heißt der Park Kruger Nationalpark, in Deutschland hat sich aber “Krüger Nationalpark” durchgesetzt.

Auf Safari im Krüger Nationalpark

Während unseres Roadtrips durchs südliche Afrika haben wir auch 3 wirklich erlebnisreiche Tage im Krüger Nationalpark verbracht. Da wir unser eigenes Auto (Geländewagen mit Dachzelt) hatten, war schnell klar, dass wir selber auf Safari gehen können und möglichst viel vom Park erkunden wollen.

Nachdem wir also das Gate (Phalaborwa Gate) hinter uns gelassen hatten, ist es wie bei jeder Safari oder Naturschutzgebiet: ab jetzt können Wildtiere den Weg kreuzen! Wir fahren daher auch nicht auf direktem Weg zur ersten Unterkunft, sondern nehmen sämtliche Umwege mit, in der Hoffnung, Elefanten, Giraffen, Zebras oder vielleicht auch schon Löwen, Leoparden & Co. zu sehen. Uns fällt auf, dass dieser mittlere Teil des Krüger Nationalparks wunderschön ist – Buschland, Felsen, Flüsse – aaaber dadurch eben auch perfekte Verstecke bietet. Da wir nicht zum ersten Mal auf Safari sind, wissen wir, dass wir a) Glück & Geduld brauchen oder b) einfach das nächste Wasserloch ansteuern sollten. Denn auch das ist wahr: an Wasserlöchern findet ihr zu 90% immer Tiere. Und so hatten wir kurz darauf auch unsere ersten Nilpferde und Krokodile vor der Linse. Das war der Moment, wo ich wusste, dass unser Trip in den Krüger Nationalpark nur gut werden kann!

Auch die nächsten Tage verbringen wir mit mindestens 2 Safaris täglich: eine geführte mit Guide und zusätzlich gehen wir selber noch auf Pirschfahrt. Und jede Fahrt durch den Park ist anders: andere Tiersichtungen, andere Landschaften, andere Situationen. So bleibt es immer spannend, denn man weiß nie, was einen erwartet. Ich könnte jetzt erzählen, wie aufregend, abenteuerlich und beeindruckend Safaris im Krüger sind, aber ich zeige euch einfach meine schönsten Fotos:

Wir hatten 3 wirklich aufregende Tage  und Nächte im Nationalpark und obwohl wir anfangs skeptisch waren, ob der Krüger Nationalpark mit der Wildnis Botswanas mithalten kann, wurden wir nicht enttäuscht. Tatsächlich waren die 3 Tage sehr schnell vorbei und daher würde ich auch mindestens 4-5 Tage dort empfehlen. So bleibt genug Zeit, auch andere Regionen im Park zu erkunden und ihr erhöht natürlich auch die Chance, möglichst viele Wildtiere oder die “Big 5” zu sehen.

Travelogue-Tipps für den Krüger Nationalpark

Norden, Süden oder Mitte?

Der Krüger Nationalpark erstreckt sich über 19.500 km² mit einer recht “langgestreckten” Nord-Süd Ausdehnung. Wer nur ein paar Tage für seinen Besuch im Krüger Zeit hat, kann sich besser auf eine Region konzentrieren. Der Norden des Parks zeichnet sich eher durch viele Wälder, Büsche und dichte Vegetation aus, die Mitte des Parks ist eher eine Art Übergang von üppiger Vegetation hin zu weiten Ebenen und Landschaften. Der Süden des Parks ist eher ausgeglichen, was die Vegetation angeht: von Buschlandschaft über Grassavanne findet ihr hier viel Abwechslung.

Nicht nur die Landschaft des Parks gliedert sich in unterschiedliche Bereiche, auch die Tiere leben entsprechend der Vegetation in anderen Regionen des Parks. Die Chance auf die Big 5 habt ihr daher eher in der Mitte und im Süden des Krüger Nationalparks.

Unterkunft im Park

Um eines vorweg zu nehmen: die Unterkünfte & Lodges im Park sind teurer als außerhalb des Parks. Ich würde euch aber immer die Übernachtung im Park empfehlen, so könnt ihr den Tag voll ausnutzen und habt keine extra Anfahrt (+ Wartezeit am Gate). Außerdem: nachts die Tiergeräusche zu hören oder morgens die ersten Tiere am Wasserloch beim Trinken zu beobachten ist einfach unbezahlbar!

Obwohl die Übernachtungen im Park teurer sind (nach oben gibt es kaum eine Grenze!), gibt es auch bezahlbare Optionen. Die günstigste dabei ist das Camping (ca. 40€ pro Stellplatz und Nacht). Lodges bzw. “feste” Unterkünfte sind teurer, bieten dafür aber mehr Komfort (ca. 100€ pro Zimmer und Nacht). Es gibt auch Unterkünfte, wo im Preis sogar Vollpensionen und Game Drives schon enthalten sind (Preise ab ca. 450€ pro Zimmer und Nacht). Es ist also für Jeden was dabei.
Wichtig: Bucht so früh wie möglich, denn die beliebtesten (bzw. auch günstigsten) Unterkünfte sind oft Monate im Voraus ausgebucht!

Travelogue-Tipp: Satara Rest Camp & Pretoriuskop Rest Camp

Game Drive mit oder ohne Guide?

Der berühmteste Nationalpark Südafrikas ist mit einem Auto sehr einfach zu bereisen, da liegt es nahe, selber auf Safari zu gehen. Die Hauptstraßen im Park sind asphaltiert und die Beschilderung macht die Navigation ebenfalls recht einfach. Obwohl ich gern selber flexibel mit dem eigenen Mietwagen unterwegs bin, kann es ab und zu wirklich vorteilhaft sein, eine geführte Tour mit Guide zu buchen. Warum? Die meisten Guides arbeiten seit Jahren im Nationalpark und kennen ihn auswendig. Sie wissen, wo welche Tiere zu finden sind, sehen die Tiere am ehesten mit ihrem geschulten Auge und haben extrem viel Wissen über das Ökosystem und die Geschichte des Parks. Das alles hat man eben nicht, wenn man selber fährt. Natürlich zahlt ihr für eine gebuchte Tour, das Geld ist es aber wert! So wird euer Safari-Erlebnis noch um einiges erlebnisreicher!

Während unserer 3 Tage im Krüger Nationalpark haben wir gleich 2 geführte Game Drives gemacht: einen zum Sonnenunter- und einen zum Sonnenaufgang. Das sind die besten Zeiten für eine Safari und somit steigen die Aussichten auf Tiersichtungen. Und es hat sich komplett ausgezahlt!

Travelogue-Tipp: Gönnt euch mindestens einen Game Drive mit Guide und geht zusätzlich noch selber auf Safari, wenn ihr ein eigenes Auto habt.

Hier könnt ihr eure Safari mit Guide buchen*: Halbtägige Safari-Tour im Krüger Nationalpark

Eintritt Krüger Nationalpark

Wer den Krüger Nationalpark besuchen möchte, muss an einem der Gates Eintritt zahlen. Dieser beträgt etwa 24€ pro Person und Tag (Stand 2019). Der Eintrittspreis wird übrigens immer fällig, egal ob man im Park übernachtet oder nicht.

M E H R  Z U  S Ü D A F R I K A

→ Der Krüger Nationalpark liegt gar nicht weit von der beeindruckenden Panoramaroute und dem Blyde River Canyon entfernt. Der Abstecher lohnt sich!


*Dieser Beitrag enthält Werbe-Links. Wenn ihr über diesen Link etwas bucht, bekomme ich eine kleine Provision, der Preis ändert sich für euch aber nicht.

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