Khama Rhino Sanctuary – Bei den Nashörnern Botswanas

13. Oktober 2019

Bei einem Roadtrip durch das südafrikanische Botswana gibt es zahlreiche Highlights und wunderschöne Orte zu entdecken. Einer davon, der tatsächlich gar nicht so bekannt ist, ist das Khama Rhino Sanctuary im südöstlichen Teil des Landes. Dies ist ein besonderer Ort, denn es ist ein Schutzgebiet für die wohl bedrohteste Tierart Afrikas: das Nashorn! Aufgrund von Wilderei und der dadurch immer kleiner werdenden Nashornpopulation, entschloss man sich für die Errichtung eines umzäunten Nashornschutzgebietes. 1992 wurde das Khama Rhino Sanctuary eröffnet und die ersten 8 Nashörner durften einziehen. Bis heute ist die Population auf etwa 35 gestiegen, wobei man sagen muss, dass zwischenzeitlich sogar an die 20 Nashörner wieder ausgewildert werden konnten. Das Gebiet beheimatet heute aber nicht nur Nashörner, sondern auch andere Wildtiere.

Wer also auf seiner Reise durch Botswana diese beeindruckenden Tiere erleben möchte, dem empfehle ich unbedingt einen Zwischenstopp im Khama Rhino Sanctuary!

Das Khama Rhino Sanctuary in Botswana

Das Schutzgebiet ist ideal für Selbstfahrer geeignet, also perfekt für einen Gamedrive durch das gesamte Khama Rhino Sanctuary. Dort gibt es neben Giraffen, Zebras, Impalas, Schlangen, Gnus, Sträußen, Spießböcken, Kuh- und Elenantilopen (und vielen weiteren) eben auch die Breitmaul- (“white rhino”) und Spitzmaulnashörner (“black rhino”). Wer selber einen Gamedrive machen möchte, braucht auf jeden Fall einen 4×4 Geländewagen, da die Strecken teilweise sehr sandig sind. Das Schöne an diesem Ort ist auch die Vegetation, die von Graslandschaft mit 2 Wasserstellen auch üppige Busch- und Baumsavanne bietet.

Neben eigenen Gamedrives könnt ihr euch aber auch für eine geführte Tour innerhalb des Kharma Rhino Sanctuarys entscheiden. Diese dauern meistens 2 Stunden und werden dann von einem Park-Ranger geführt. Eignet sich also sehr gut für diejenigen, die entweder keinen 4×4 Geländewagen haben oder aber den Vorteil von einem Ortskundigen haben möchten. Der Ranger kennt sich eben am besten aus, weiß wo welche Tiere anzutreffen sind und kann viele Infos geben.

Meiner Erfahrung nach kann man das Schutzgebiet aber auch sehr gut ohne Ranger erkunden, da der Park nicht extrem groß und gut ausgeschildert ist. Die Tiere halten sich an beliebten Plätzen – wie den beiden Wasserlöchern – auf und auch Nashörner haben wir in der kurzen Zeit insgesamt 4 Stück gesehen. Die Nashörner waren teilweise sogar 2 Meter neben unserem Auto und anders als in den übrigen Nationalparks Botswanas sind diese hier nicht ganz so scheu, sodass sie nicht sofort die Flucht ergreifen. So konnten wir sie aus nächster Nähe beobachten und erst aus dieser kurzen Distanz wird einem wirklich bewusst, wie riesig die Nashörner tatsächlich sind!

Travelogue-Tipps für das Khama Rhino Sanctuary

Öffnungszeiten & Eintritt

Das Khama Rhino Sanctuary hat täglich von 7 Uhr morgens bis 19 Uhr am Abend geöffnet. Am Eingang des Parks wird ebenfalls eine Eintrittsgebühr fällig, die bei 7 Euro p.P. liegt. Wer mit dem eigenen Auto kommt, zahlt dafür rund 9 Euro (Stand 06/2019).
Am Eingang gibt es ebenfalls einen kleinen Shop, wo man sich mit dem Nötigsten eindecken kann (Getränke, Karten, Souvenirs, Hygieneartikel, etc.).

Unterkunft 

Im Khama Rhino Sanctuary gibt es unterschiedliche Unterkünfte, darunter Chalets und Campingplätze. Von den Campingplätzen gibt es derzeit 22 Stück, die sich alle in der Nähe eines “Ablution Blocks” (Waschräume) befinden, eine Feuerstelle sowie einen Grill besitzen und mitten im Grünen liegen. Unser Stellplatz für eine Nacht befand sich unter einem wunderschönen Mokongwa-Baum. Die Kosten fürs Camping liegen bei ca. 8,50€ pro Person (Stand 06/2019).
Bei den Unterkünften (also den Chalets und auch den Campingplätzen) muss man sich selbst versorgen, aber das Khama Rhino Sanctuary verfügt über ein eigenes Restaurant, wo man essen gehen kann.

An- und Weiterreise 

Das private Reservat liegt in etwa 25 Kilometern Entfernung zur Stadt Serowe. In dieser Stadt gibt es auch Tankstellen und Supermärkte, wo man das Nötigste kaufen kann. Außerdem liegt das Sanctuary an einer wichtigen Verkehrsstraße, die auch nach Südafrika oder eben von Südafrika nach Botswana (z.B. nach Maun) führt. Wir haben das Khama Rhino Sanctuary auf unserem Rückweg von Botswana nach Südafrika besucht und hätten uns keinen schöneren Zwischenstopp auf unserem Roadtrip vorstellen können.

→ Wer sich aktiv für den Schutz der Nashörner einsetzen möchte, kann das HIER machen.

HIER geht es zu allen Botswana-Abenteuern.

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