Thailand ist das meistbesuchte Land Südostasiens und hat einfach so viel zu bieten: Von dichten Urwäldern bis hin zu unberührten Stränden und jahrhundertealter Kultur ist für jeden Reisenden etwas dabei – ganz egal, wie hoch das Budget ist oder welche Interessen man hat.
Und trotzdem stand Thailand viele Jahre lang nicht sehr weit oben auf meiner persönlichen Reiseliste. Aber das hat sich im Jahr 2023 geändert, als mein Sohn zur Welt kam. Denn bei der Wahl des Reiseziels gab es nun ein weiteres wichtiges Kriterium: die Baby- bzw. Kindertauglichkeit. Und plötzlich wurde Thailand zu unserem Favoriten: warmes Klima, einfach zu bereisen und kinderfreundlich noch dazu.
So bin ich im vergangenen November also zum ersten Mal in dieses südostasiatische Land gereist. Jetzt kann ich nicht nur mitreden, wie wunderschön Thailand wirklich ist – ich war so begeistert, dass meine kleine Familie und ich unbedingt wiederkommen möchten.
Hier ist meine Route für die komplette Thailand Rundreise in 2 Wochen, die sich auch mit (Klein-)Kindern gut realisieren lässt.

2 Wochen Rundreise durch Thailand
Start: Bangkok
Ausgangspunkt unserer Rundreise ist die Metropole Bangkok. Über Bangkok habe ich vorher recht unterschiedliche Meinungen gehört: Für die einen ist es ihre Lieblingsstadt, für die anderen ein Ort, an dem man sich möglichst kurz aufhalten sollte. Dementsprechend gespannt war ich, wie uns Bangkok gefallen würde.
Der erste Eindruck? Ja, es ist voll, laut, chaotisch und heiß. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob Bangkok es je in die Liste meiner Lieblingsstädte schaffen wird, aber es gibt dennoch einige schöne und beeindruckende Sehenswürdigkeiten dort.
Meine Highlights in Bangkok:
- Tempel Wat Paknam Phasi Charoen (mit dem großen, goldenen Buddha)
- Chinatown
- Bootsfahrt über den Chao Phraya
- Wat Arun
- Königspalast und Wat Phra Kaew
Unterkunft: Hotel W22 by Burasari






Ausflug zu den schwimmenden Märkten (Floating Market)
Ein Besuch auf einem der schwimmenden Märkte gehört für viele Touristen zu den Klassikern. Auf den Kanälen verkaufen Händler Obst, Gemüse, Souvenirs und frisch zubereitete Gerichte direkt von ihren kleinen Booten aus. Auch wir wollten uns unbedingt die traditionellen schwimmenden Märkte ansehen und entschieden uns für eine private Tour mit einem einheimischen Guide. Mit einem kleinen Boot fuhren wir zunächst an unzähligen, sehr touristischen Verkaufsständen vorbei, an denen Souvenirs, Kleidung und allerlei andere Dinge angeboten wurden. Das hatte ehrlich gesagt einen etwas komischen Vibe, da wir uns etwas ganz anderes vorgestellt hatten.
Nach einer Weile erreichten wir dann schließlich die „echten“ schwimmenden Märkte. Hier waren tatsächlich Einheimische mit ihren Booten unterwegs und verkauften frisches Obst direkt vom Wasser aus. Das hat uns deutlich besser gefallen und fühlte sich wesentlich authentischer an. Allerdings war dieser Teil des Marktes auch recht kurz.
Mein Fazit: Der Ausflug war auf jeden Fall interessant und gehört sicherlich zu den Erlebnissen, die man einmal gesehen haben kann. Allerdings hatte ich mir von den schwimmenden Märkten ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. Wer eine besonders authentische Erfahrung erwartet, sollte sich daher vorher genau anschauen, welchen Floating Market die jeweilige Tour tatsächlich anfährt.





Ausflug zum Train Market (Maeklong Railway Market)
Ein weiterer Ausflug führte uns zum Maeklong Railway Market, durch den mehrmals am Tag tatsächlich ein Zug fährt. Zunächst sieht alles wie auf einem ganz normalen Markt aus. Sobald sich der Zug nähert, beginnen die Händler jedoch (in aller Seelenruhe!), ihre Waren wegzuräumen und die Markisen einzufahren, um Platz für den Zug zu machen. Dann fährt der Zug ganz langsam durch die enge Gasse, nur wenige Zentimeter an den Verkaufsständen und den Touristen vorbei. Sobald der Zug durchgefahren ist, wird alles wieder aufgebaut. Für uns war das definitiv ein cooles Erlebnis und etwas, das man so nicht alle Tage sieht.


2. Stopp: Ayutthaya
Von Bangkok aus geht es weiter nach Norden, nach Ayutthaya. Die ehemalige Hauptstadt des Königreichs Siam liegt nur etwa 80 Kilometer entfernt – also ca. eine Autostunde – und ist ein toller Ort für alle, die sich für die Geschichte und Kultur Thailands interessieren. Ayutthaya ist vor allem für seine beeindruckenden Ruinen und historischen Tempelanlagen bekannt, die auch zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
Da sich die verschiedenen Tempel und Ruinen über das Stadtgebiet verteilen, lässt sich Ayutthaya sehr gut individuell erkunden. Besonders sehenswert sind der Wat Mahathat mit dem berühmten Buddha-Kopf, der von den Wurzeln eines Baumes umschlossen wird, und der imposante Wat Chai Watthanaram direkt am Chao Phraya.
Für mich gehört Ayutthaya definitiv zu den Orten, die man bei einer Reise durch Thailand gesehen haben sollte.
Travelogue-Tipp: Leiht euch am besten ein Fahrrad und macht „Tempel-Hopping“. So könnt ihr die verschiedenen Tempel ganz flexibel erkunden und bekommt gleichzeitig einen schönen Eindruck von Ayutthaya abseits der einzelnen Sehenswürdigkeiten.
Unterkunft: Baan Luang Harn Guesthouse






3. Stopp: Khao Yai Nationalpark
Von Ayutthaya aus nehmen wir den Zug und fahren in etwa 2 Stunden zu unserem nächsten Stopp der Rundreise weiter: zum wunderschönen Khao Yai Nationalpark. Auf diesen Ort habe ich mich sehr gefreut, denn die Flora und Fauna in dem Nationalpark ist einfach beeindruckend!
Der Khao Yai ist Thailands ältester Nationalpark und gehört seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Es gibt zahlreiche Wanderwege, beeindruckende Wasserfälle und viele Wildtiere. Besonders bekannt ist der Nationalpark für seine Elefanten, Gibbons und Nashornvögel und auch wir hatten während unseres Aufenthalts wirklich sehr viel Glück! Neben Elefanten (meine ersten asiatischen!), Gibbons, Nashornvögeln und Makaken haben wir auch noch Schlangen, einen Skorpion, einen Waran, Rehe und verschiedene Eidechsen gesehen. Gerade diese vielen unterschiedlichen Tiersichtungen haben den Besuch für uns zu einem absoluten Highlight gemacht.
Unterkunft: Lala Mukha Tented Resort (absolute Empfehlung!)









4. Stopp: Surat Thani
Um den Süden Thailands zu erkunden, geht es vom Khao Yai Nationalpark zurück nach Bangkok und von dort per Inlandsflug weiter nach Surat Thani. Die Stadt diente uns vor allem als Zwischenstopp für eine Nacht, dementsprechend habe ich nicht viel gesehen. Wenn ihr nur kurz hier seid, aber trotzdem ein wenig von Surat Thani erleben möchtet, lohnt sich ein Besuch des Nachtmarkts.
Unterkunft: Rajthani Hotel

5. Stopp: Khao Sok Nationalpark
Ein weiteres Highlight unserer Thailand Rundreise ist der Khao Sok Nationalpark im Süden des Landes. Mit seinen riesigen Karstformationen inmitten des Cheow-Lan-Sees und umgeben vom tropischen Urwald gehört dieser Ort zu den beeindruckendsten des Landes. Zusammen mit den umliegenden Schutzgebieten bildet der Park ein rund 3.500 Quadratkilometer großes Areal mit einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Wir haben 3 Nächte dort verbracht, weil es so viel zu entdecken gibt.
Unterkunft: Art’s Riverview Lodge


Bamboo-Rafting
Um möglichst viel vom Nationalpark zu sehen, haben wir in unserer Unterkunft eine Bamboo-Rafting-Tour gebucht. Rafting ist in diesem Fall allerdings das falsche Wort, denn bei dieser Tour gleitet man ganz gemächlich auf einfachen Bambusflößen einen Fluss entlang, mitten durch den dichten Dschungel. Unterwegs hatten wir das Glück, neben ein paar Affen auch eine Schlange in einer Baumkrone am Flussufer zu entdecken.
Ausflug Zum Cheow-Lan-See
Wer den Khao Sok Nationalpark besucht, sollte sich den bekannten Cheow-Lan-See nicht entgehen lassen! Der imposante, 185 Quadratkilometer große See ist genau genommen ein künstlicher Stausee: Er wurde 1987 für die Energiegewinnung, den Hochwasserschutz und die Bewässerung der Landwirtschaft angelegt. Aber die meisten von euch kennen bestimmt die berühmten Fotos mit den aus dem See rausragenden Kalksteinfelsen. Ein (Tages-)Ausflug zum See lohnt sich, denn vom Wasser aus könnt ihr die wunderschöne Natur am besten bewundern.
Travelogue-Tipp: Wir haben eine geführte Tagestour gemacht, was ich auch empfehlen kann. Praktisch jede Unterkunft bietet Tagestouren zum See an. Im Paket enthalten sind meist der Transfer, die Bootsfahrt, eine geführte Wanderung durch den Dschungel und – je nach Saison – die Erkundung einer Höhle (nur in der Trockenzeit). Auch das Essen ist bereits inklusive. Hier könnt ihr eine Tour vorab buchen.



Letzter Stopp: Khao Lak
Den Abschluss unserer Rundreise durch Thailand bildet Khao Lak. Der Küstenort liegt nur etwa eine Stunde nördlich des Flughafens von Phuket (von wo aus wir zurückgeflogen sind) und ist damit ideal für ein paar ruhige Tage am Meer vor dem Heimflug.
Nach all den Erlebnissen, Wanderungen und Ausflügen der letzten Tage und Wochen war Khao Lak für uns der perfekte Ort, um am Strand spazieren zu gehen, zu entspannen, zu schwimmen und auch das berühmte Lichterfest Loy Krathong mit den Einheimischen zu feiern.
Unterkunft: Palm Galleria Resort



Travelogue-Tipps für eine Thailand Rundreise
Beste Reisezeit für Thailand
Die beste Reisezeit für Thailand hängt tatsächlich stark von der Region ab und lässt sich nicht pauschal beantworten. Grundsätzlich gelten die Monate November bis Februar als die angenehmste Reisezeit für viele Teile des Landes. In diesen Monaten ist es meist etwas trockener und nicht ganz so heiß wie in den anderen Monaten.
Von März bis Mai wird es dann deutlich heißer. Ab Mai beginnt je nach Region die Regenzeit, die an vielen Orten bis Oktober andauert. Allerdings bedeutet Regenzeit nicht, dass es den ganzen Tag regnet. Häufig gibt es kräftige Schauer, nach denen es wieder stundenweise trocken ist.
Zu beachten ist, dass sich die Regenzeiten an der Andamanensee und am Golf von Thailand unterscheiden können. Wenn man mehrere Inseln besuchen möchte, lohnt es sich daher, bei der Planung die Reisezeit und die konkrete Region zu berücksichtigen.
Transport in Thailand
Thailand lässt sich sehr gut individuell bereisen. Für längere Strecken kann man je nach Route zwischen Inlandsflügen, Zügen, Bussen, Minivans, Fähren und privaten Transfers wählen. Gerade bei einer Rundreise ist die Kombination verschiedener Verkehrsmittel oft sinnvoll.
Für größere Entfernungen haben wir teilweise das Flugzeug genutzt, da es sehr viel Zeit sparen kann. Eine andere Alternative ist der Zug. Er ist natürlich viel günstiger, dafür aber auch langsamer.
Für kürzere Strecken bieten sich eher Busse, Minivans oder private Transfers an. Innerhalb der Städte kann man sich außerdem sehr gut mit dem thailändischen Fahrdienst Grab oder Bolt oder per Tuk-Tuk fortbewegen.
Geld und Währung
Die Währung in Thailand ist der thailändische Baht (THB). Zwar kann man in touristischen Regionen inzwischen oft mit Karte bezahlen, es ist aber auf jeden Fall empfehlenswert, etwas Bargeld dabeizuhaben. Besonders auf Märkten, in kleinen Restaurants, an Straßenständen oder in abgelegenen Regionen wird oft nur Bargeld akzeptiert.
Geldautomaten sind in Städten und touristischen Orten ohne Probleme zu finden. Beim Abheben sollte man am besten auf die Gebühren des Geldautomaten achten. Je nach Bank und Karte können zusätzlich Gebühren der eigenen Bank anfallen.
Sprache in Thailand
Die offizielle Sprache in Thailand ist Thai. In touristischen Regionen kommt man mit Englisch allerdings meist gut zurecht. Außerhalb der touristischen Gebiete kann es aber etwas schwieriger werden. Ein paar einfache Wörter auf Thai zu kennen, ist deshalb nicht nur praktisch, sondern kommt bei den Einheimischen meistens auch gut an.
Ein paar nützliche Wörter:
- Sawasdee – Hallo
- Khob khun – Danke
- Chai – Ja
- Mai chai – Nein
- Mai pen rai – Kein Problem / macht nichts
- Tao rai? – Wie viel kostet das?

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