Mit seinen endlosen Wüsten, der futuristischen Skyline von Doha und seiner faszinierenden Kultur gehört Katar definitiv zu den beeindruckenden Ländern, in denen vieles ganz anders ist. Als feststand, dass ich nach Katar reisen würde, war ich ziemlich ahnungslos. Ich wusste nicht viel über Katar, ebenso wenig über die Hauptstadt Doha oder den Nahen Osten im Allgemeinen.
Umso überraschter war ich, als ich das Land selbst kennengelernt habe. Die Gastfreundschaft, die Kultur und die Landschaften haben mich positiv überrascht.
Aber es gibt – besonders kulturell – einige Besonderheiten, über die man Bescheid wissen sollte.
Aus diesem Grund habe ich meine Tipps, Erfahrungen und Infos für Katar einmal für euch zusammengestellt.

10 Tipps für Katar mit Erfahrungen und Infos
1 | Einreise & Visum
Für die Einreise nach Katar braucht ihr einen Reisepass, der mindestens 6 Monate gültig ist. Die meisten internationalen Flüge landen am Hamad International Airport in Doha. Ein Touristenvisum wird euch bei der Ankunft recht einfach ausgestellt („Visa on Arrival“), damit könnt ihr dann bis zu 90 Tage im Land bleiben.
2 | Sprache in Katar
Die Amtssprache von Katar ist Arabisch, aber Englisch ist sehr weit verbreitet.
3 | Geld & Währung
Die offizielle Währung von Katar ist der Rial. Der Katar-Rial ist ungefähr das vierfache vom Euro (Stand 2025).
Man kann an sehr vielen Orten mit Kreditkarte zahlen, aber es durchaus hilfreich, etwas Bargeld dabeizuhaben.
4 | Katar ist mehr als nur ein „Stopover“
Katar wird oft als klassisches Stopover-Ziel gesehen, aber ich finde, das Land bietet weitaus mehr als das. Auch wenn mich nicht alles komplett überzeugt hat, lohnt es sich, Katar etwas mehr Zeit zu geben als „nur“ 1-2 Tage in Doha zu verbringen.
Neben den Sehenswürdigkeiten wie dem beeindruckende Nationalmuseum Katars, dem Souq Waqif oder aber auch dem wunderschönen Stadtteil Mina Distrikt gibt es außerhalb der Stadtgrenzen Dohas auch noch das andere Katar zu entdecken. Hier findet man Wüste, die direkt ans Meer grenzt, alte Festungen wie die Al Zubarah Festung (UNESCO-Weltkulturerbe) und sogar Mangrovenwälder.
5 | Kulinarische Entdeckungen (+ Alkohol)
In Katar ist Alkohol zwar nicht komplett verboten, aber streng geregelt. Ihr bekommt ihn tatsächlich nur in lizenzierten Hotels und/oder Bars ausgeschenkt. Besonders teuer wird es jedoch, wenn ihr öffentlich trinkt, denn das ist dort absolut verboten.
Dafür kann man in Katar und vor allem in Doha sehr gut essen. Ein traditionelles Gericht, das ihr unbedingt einmal probieren solltet, ist Machboos, ein Reisgericht mit Fleisch oder Fisch. In den Souks gibt es leckere arabische Süßspeisen und frischen Karak-Tee. Aber auch die internationale Küche ist weit verbreitet: von Streetfood bis hin zu richtig tollen Sternerestaurants gibt es in Doha alles.
6 | Freitagsmorgens ist vieles geschlossen
Wenn ihr in Katar, besonders auch in Doha, unterwegs seid, dann solltet ihr bei der Planung eurer Aktivitäten beachten, dass Freitagsmorgens vieles geschlossen hat. Das betrifft vor allen Dingen Museen, aber auch andere Geschäfte und Dienstleistungen. Auch die Metro fährt zu dieser Zeit nicht.

7 | In Katar wird’s richtig heiß
Mit seiner geografischen Lage am Arabischen Golf wird es in Katar in den Sommermonaten extrem heiß. So heiß, dass vor Reisen dorthin sogar abgeraten wird. In den Monaten April bis Oktober solltet ihr also besser nicht nach Katar reisen, denn es ist nicht ungewöhnlich, dass es im Sommer über 50 Gard Celsius heiß wird! Da helfen auch die klimatisierten Malls nicht mehr viel.
Die ideale Reisezeit ist von November bis März, denn selbst in den Wintermonaten ist es noch angenehm warm und sonnig. Wir waren im Januar dort und hatten Temperaturen zwischen 20-25 Grad.

8 | Fortbewegung in Doha (und Katar)
In Doha ist es recht einfach, sich fortzubewegen. Wer kein eigenes Auto hat, kann sehr gut den Fahrdienst Uber nutzen, mit dem man recht günstig fahren kann. Das öffentliche Verkehrsnetz ist (zumindest in Doha) ebenfalls sehr gut ausgebaut. Es gibt die Metro, Busse und auch Taxis.
Wenn du raus aus der Stadt möchtest und einen Ausflug planst, kannst du dir entweder ein eigenes Auto mieten (wenn du mindestens 21 Jahre alt bist), eine Gruppentour buchen oder dir einen Fahrer organisieren (z. B. über Uber).
PS: Ich habe beobachtet, dass sehr wenige Menschen dort zu Fuß unterwegs sind. Für viele ist es einfach zu heiß. Da unser Hotel aber sehr zentral lag, sind wir oft gelaufen, um uns Sehenswürdigkeiten anzusehen. Der einzige Nachteil war die extrem lange Wartezeit an den Fußgängerampeln, weil der Verkehr dort eher auf die Autos ausgerichtet ist.
9 | Sicherheit in Katar
Katar gehört zu den sichersten Ländern weltweit. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt irgendwo unwohl oder unsicher gefühlt, auch nicht mit Kind. Dennoch ist ein respektvoller Umgang mit anderen Menschen in Katar besonders wichtig, um Missverständnisse oder Probleme zu vermeiden. Und obwohl Katar als sehr sicheres Reiseziel eingestuft wird, heißt das nicht, dass es dort keine Kriminalität gibt. Seid einfach wachsam, wenn ihr im Dunkeln unterwegs seid oder euch etwas komisch vorkommt.
10 | Kleidung und Traditionen
Katar ist ein muslimisches Land, das recht konservativ ist. Als Tourist sollte man sich dementsprechend respektvoll verhalten und möglichst Knie und Schultern bedecken. Wenn ihr als Frau eine Moschee besuchen möchtet, dann solltet ihr zusätzlich noch euren Kopf bedecken.
Ich habe vor Ort auch Touristen gesehen, die nicht „traditionell muslimisch“ gekleidet waren. Als Tourist muss man sich zwar keine Sorgen machen, aber man zeigt damit auch nicht, dass man das Land respektiert, in dem man sich gerade befindet.
M E H R Z U K A T A R
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