Marrakesch ist eine Stadt voller Kontraste: chaotisch, spannend, faszinierend und manchmal auch überfordernd. Nicht ohne Grund hat sich die viertgrößte Stadt Marokkos zu einem der beliebtesten Reiseziele des Landes entwickelt. Besonders sehenswert ist die historische Altstadt mit ihren lebendigen Souks und dem zentralen Platz Djemaa el Fnaa.
Ich habe mit meiner kleinen Familie vier Tage in Marrakesch verbracht. Dabei habe ich die nettesten Menschen kennengelernt, die coolsten Aussichten über die Stadt genossen, mich im Hamam verwöhnen lassen, die Rituale des Opferfestes erlebt, bin von den Rufen der Muezzine geweckt worden und habe mich mehr als einmal in den Gassen der Medina verlaufen.
In diesem Blogbeitrag verrate ich euch 15 wirklich tolle Dinge, die man in der nordafrikanischen Stadt unbedingt machen sollte und gebe euch außerdem noch Tipps für eure eigene Reiseplanung.


Marrakesch: Diese 15 Sehenswürdigkeiten & Highlights sollte man nicht verpassen
1 | Die Medina erkunden
Das Herzstück Marrakeschs ist die Medina. Dieser wunderschöne historische Stadtkern gehört zurecht zum UNESCO-Weltkulturerbe. Jahrhunderte alte Mauern, kleine Gassen, verzierte Holztüren, hinter denen sich die schönsten Riads verbergen, beeindruckende Moscheen, bunte Souks und der wohl bekannteste Markt Djemaa el Fna sind nur einige der Highlights.
In der Medina erlebt ihr das alltägliche Leben der Einheimischen und findet dort auch die meisten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs.
Travelogue-Tipp: Um sich einen ersten guten Überblick zu verschaffen und die besten Einblicke in die Medina zu erhalten, kann ich euch definitiv eine geführte Tour empfehlen. Ich fand sie extrem hilfreich!
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2 | Sich in den Souks verlaufen
Wenn ihr in Marrakesch seid, führt euch früher oder später eine der vielen Gassen tief hinein in die Souks der Stadt. Dieses Labyrinth aus (größtenteils) überdachten Märkten und Ständen ist ein absolutes Must-See. In diesem trubeligen Gewirr gibt es Gewürze, Geschirr, Teppiche, Lederwaren, Textilien, orientalische Lampen, Haushaltswaren und vieles mehr. Es gibt sogar spezialisierte Souks, wie den Rahba Kedima (Place des Epices), wo man fast ausschließlich Gewürze, Kräuter und Öle kaufen kann.
Travelogue-Tipp: Es ist ganz normal, dass man sich in den Souks verläuft. Lasst euch also einfach darauf ein, nicht zu wissen, wo ihr euch gerade befindet. Irgendwann werdet ihr an einem Ende der Souks wieder herauskommen. Ab da lohnt es sich, Google Maps wieder zu nutzen.



3 | Die Schönheit des Bahia Palace bestaunen
Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs ist der Bahia-Palast. Wenn ihr diesen architektonisch beeindruckenden Stadtpalast besucht, erhaltet ihr einen tollen Einblick in das Leben des damaligen Großwesirs und seinen Luxus. Der Palast wurde im späten 19. Jahrhundert erbaut und einige Jahre später erweitert. Heute könnt ihr durch die mit Mosaiken verzierten Räume laufen, die aufwendig geschnitzten Decken und Türen aus Zedernholz bewundern und euch in den Innenhöfen unter die Orangenbäume setzen.
Travelogue-Tipp: Ich habe den Bahia-Palast mit einem Guide erkundet und kann das nur jedem ans Herz legen. Erst durch die Erklärungen bekommt man einen Blick für die vielen kleinen architektonischen Details und erfährt die ganzen historischen Hintergründe.





4 | Die Aussicht vom Rooftop genießen
Ein Besuch in Marrakesch ist nicht komplett, ohne die Stadt von oben gesehen zu haben. Marrakesch besitzt einige der schönsten Rooftop-Bars, die ich je besucht habe – von der Aussicht ganz zu schweigen! Wenn ihr eine Pause vom Trubel, den Menschen und den Motorradfahrern braucht, solltet ihr euch eine der vielen Dachterrassen aussuchen, einen Minztee bestellen und Marrakesch von oben genießen. Es ist tatsächlich erstaunlich ruhig dort oben.
Travelogue-Tipp: Einige der schönsten Dachterrassen Marrakeschs findet ihr im Restaurant Dardar, Nomad Café, auf der Terrasse Des Epices, im Atay Café und im Café MöMö – um ein paar zu nennen.




5 | Mit Händlern um den besten Preis feilschen
In Marrakesch gehört das Feilschen einfach dazu und ist ein fester Bestandteil der marokkanischen Kultur. Ich muss aber zugeben, dass es mir anfangs gar nicht so leichtfiel, über den Preis zu verhandeln. Dabei wird es in Marokko noch nichtmal als unhöflich empfunden, wenn man feilscht – im Gegenteil! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es erwartet wird und dann kann es sogar Spaß machen. Als ich ein Souvenir (eine wunderschöne kleine Holzschatulle) kaufen wollte und natürlich verhandelte, sagte der Verkäufer lachend zu mir: „Du verhandelst wie ein Berber!“.
Also ja, es kostet erst einmal etwas Überwindung, aber in dem Fall macht Übung den Meister.
Travelogue-Tipp: Wenn ihr noch keine Erfahrung mit dem Feilschen habt, startet mit etwa der Hälfte des genannten Preises. Anschließend könnt ihr euch Schritt für Schritt auf einen Betrag einigen, mit dem beide Seiten zufrieden sind.


6 | In einem Riad übernachten
Eins meiner absoluten Highlights in Marrakesch war der Aufenthalt in einem Riad. Riads sind traditionelle marokkanische Häuser, die um einen Innenhof herum angelegt sind. Oft wirken die Riads von außen total unscheinbar, aber sobald man durch die (wunderschönen!) schweren Holztüren geht, steht man mitten in einer kleinen Oase.
Wenn man in Marrakesch ist, sollte man auf jeden Fall in einem Riad – am besten mitten in der Medina – übernachten. Es ist eine wunderbare Möglichkeit, nicht nur authentisch zu übernachten, sondern auch die herzliche Gastfreundschaft und die unglaublich leckere marokkanische Küche zu erleben.


7 | Die Koutoubia-Moschee bewundern
Auf Fotos von Marrakesch ist oft ein markantes Wahrzeichen zu sehen: das Minarett der Koutoubia-Moschee. Mit einer Höhe von fast 70 Metern überragt sie die gesamte Altstadt, denn kein Gebäude in der Medina darf höher gebaut werden als dieser Turm! Die Koutoubia-Moschee ist für Nicht-Muslime leider nicht zugänglich, aber es gibt direkt daneben einen wunderschönen Park, von dem aus man die Moschee bewundern kann.

8 | Einen Minztee trinken
In Marokko gehört der Minztee genauso zum Leben dazu wie der Kaffee in Deutschland, er wird einfach überall und zu jeder Tageszeit getrunken. Traditionell wird er aus grünem Tee, frischen Minzblättern und reichlich Zucker zubereitet. Typischerweise wird er dann aus großer Höhe eingeschenkt und in schönen, kleinen Tassen serviert. Wenn ihr Marrakesch besucht, solltet ihr wenigstens einmal einen Minztee in einem der vielen Straßencafés genießen.

9 | Museen besuchen
Marrakesch hat kulturell weit mehr zu bieten als nur bunte Märkte und coole Dachterrassen. In den zahlreichen Museen kann man viel über die Kultur Marokkos erfahren.
Die besten Museen in Marrakesch sind:
- Musée de Marrakech | Das Museum zeigt traditionelle Handwerkskunst in einem historischen Palast.
- Yves Saint Laurent Museum | Hier befinden sich Haute-Couture-Kleider, Skizzen und weitere Erinnerungsstücke des Designers.
- Maison de la Photographie | In diesem Museum werden Fotografien mit historischen Aufnahmen Marokkos aus den Jahren 1870 bis 1960 gezeigt.
- Musée Berbère Jardin Majorelle | Das Berber-Museum zeigt eine Sammlung aus kunstvollem Silberschmuck, traditionellen Trachten und historischem Handwerk der Amazigh.

10 | Das Treiben auf dem Djemaa el Fna beobachten
Der Djemaa el Fna (Jemaa el-Fna), der wohl bekannteste Markt Marokkos, ist ein Erlebnis für sich, das man nicht verpassen sollte. Auf diesem Hauptplatz, den ihr ganz in der Nähe der Koutoubia-Moschee findet, trifft man auf ziemlich viele kuriose Menschen wie Schlangenbeschwörer, Musiker und Tänzer, Affendompteure, Akrobaten, Henna-Künstler und andere fliegende Händler. Und dazwischen gibt es zahlreiche Stände, wo ihr Ramsch Souvenirs und andere Dinge kaufen könnt.
Was ich euch dort definitiv empfehlen kann: Einen Smoothie an einem der vielen Obststände frisch zubereiten lassen (für grade einmal 100 Dirham!).
Travelogue-Tipp: Wenn ihr auf dem Djemaa el Fna seid, dann seid wachsam und passt auf eure Wertsachen auf – besonders abends, wenn es voller ist. Außerdem gibt es dort auch recht aufdringliche Verkäufer, die man am besten ignoriert.




11 | Sich im traditionellen Hamam verwöhnen lassen
Wer sich etwas Gutes tun möchte, sollte sich in Marrakesch in einem traditionellen Hamam verwöhnen lassen. Diese orientalischen Dampfbäder sind seit Jahrhunderten fester Bestandteil der marokkanischen Kultur. Man liegt dabei in einem Dampfraum auf einer Steinplatte, wodurch die Haut aufgeweicht wird. Anschließend wird sie gereinigt und gepeelt. Danach fühlt man sich wirklich wie neugeboren.
Mein erstes Hamam-Erlebnis hatte ich in Istanbul, weshalb ich mich sehr auf das Hamam in Marrakesch gefreut habe.
Travelogue-Tipp: Wenn ihr eine gute Adresse für ein Hamam in Marrakesch sucht, kann ich euch das Hamam im Hotel La Maison Arab empfehlen.
12 | Die alte Koranschule Medersa Ben Youssef besuchen
Die Medersa Ben Youssef war einst die größte Koranschule Nordafrikas und zählt heute zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs. Ihr zentraler Mittelpunkt ist der große Innenhof mit dem rechteckigen Wasserbecken, den bunten Mosaiken, den detaillierten Stuckarbeiten und geschnitzten Zedernholzelementen. Die ehemalige Koranschule liegt inmitten der Altstadt (Medina) und ist definitiv einen Besuch wert.
Travelogue-Tipp: Die Medersa Ben Youssef ist eine sehr beliebte Sehenswürdigkeit, die entsprechend gut besucht ist. Ich empfehle euch, sie entweder früh morgens um 9 Uhr oder am späten Nachmittag zu besuchen.

13 | Die Ruhe (und Schönheit) der Gärten genießen
Marrakesch kann einen manchmal etwas überfordern, da hilft nur eine Auszeit auf einer der Dachterrassen oder in einem der vielen Gärten. Die Stadt besitzt viele wunderschöne grüne Oasen, die sich ideal für eine kleine Pause oder auch als Abwechslung zur Medina eignen.
Einer dieser Gärten ist der wunderschön restaurierte Le Jardin Secret, der zwar nicht mehr geheim ist, aber dennoch sehenswert. Der architektonisch beeindruckende Garten wurde erst 2016 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Er ist in zwei unterschiedliche Gärten unterteilt: den exotischen Garten und den islamischen Garten. Es gibt dort außerdem einen Aussichtsturm, von dem aus man einen tollen Blick auf die Medina hat.
Ebenfalls auf der To-See-Liste vieler Reisender ist der Jardin Majorelle. Der wohl bekannteste Garten Marrakeschs wurde in den 1980er Jahren vom Designer Yves Saint Laurent gekauft und zu dem gemacht, was er heute ist. In dem „blauen“ Garten wachsen über 300 verschiedene Pflanzenarten.
Einziger Nachteil: Es ist sehr voll dort und die Tickets müssen vorab mit einer festen Uhrzeit gekauft werden.
Eine weitere Adresse für einen Rückzugsort ist der Mamounia Garden, der zum Luxushotel La Mamounia gehört. Die historische Parkanlage erstreckt sich über mehrere Hektar und beeindruckt mit jahrhundertealten Olivenbäumen, duftenden Orangenhainen und wunderschön angelegten Kakteengärten. Der Garten kann auch von Personen besucht werden, die nicht im Hotel übernachten.
Eine andere Option etwas außerhalb der Stadt ist der Menara-Garten mit seinen Olivenhainen. Dieser Stadtpark ist etwa 1 Quadratkilometer groß. Der zentrale Punkt des Gartens bildet das große Wasserbecken mit seinen Plantagen drum herum.

14 | Einen Kochkurs machen
Bei einem Kochkurs lernt man die marokkanische Küche noch einmal ganz anders kennen und lieben. Wenn ihr also so richtig in die Welt der Gewürze, Aromen und Zutaten Marokkos eintauchen möchtet, dann würde ich euch einen Kochkurs empfehlen. Oft startet der Kurs mit dem gemeinsamen Einkauf der frischen Zutaten auf dem Markt (was auch ein Erlebnis für sich ist!). Anschließend wird eine traditionelle Tajine zubereitet, die dann gemeinsam in gemütlicher Runde gegessen wird.

15 | Mehr von Marokko entdecken
Wenn man ein paar Tage mitten im chaotischen Marrakesch verbracht hat, dann tut eine kleine Auszeit von der Stadt extrem gut. Ein Tagesausflug ist die perfekte Gelegenheit, um mal etwas anderes zu erleben und ein bisschen mehr von Marokko kennenzulernen.
Es gibt tatsächlich sehr viele Möglichkeiten, was man an einem Tag außerhalb Marrakeschs erleben kann. Ihr könnt beispielsweise eine Tour ins Ourika-Tal unternehmen, im Atlasgebirge wandern oder sogar einen Ausflug in die Wüste machen. Auch das berühmte Lehmdorf Aït-Ben-Haddou lässt sich an einem Tag besuchen.

Where to eat & drink in Marrakech
Die marokkanische Küche ist geprägt von vielen verschiedenen Einflüssen, die das Essen unglaublich vielseitig und aromatisch machen. Kulinarisch erwartet euch ein Mix aus arabischer, berberischer und mediterraner Küche.
Typisch marokkanische Gerichte sind die Tajine (ein langsam gegarte Eintopf aus Gemüse und Fleisch im Tongefäß), Couscous (Hartweizengrieß oft mit Gemüse und Kichererbsen serviert) oder auch Harira (Suppe mit Tomaten, Linsen und Kichererbsen).
Meine Travelogue-Tipps für Restaurants & Cafés:
- Beldi Fusion Kitchen Bahia | So lecker, dass wir zweimal dort waren. Probiert unbedingt den Hummus.
- Dardar | Lokale Gerichte und leckere Cocktails.
- Mandala Society | Tolles Restaurant / Café mit (teils) veganen Gerichten.
- Café MöMö | Mediterrane und marokkanische Gerichte. Die Einrichtung und die Dachterrasse mit Blick auf den Djemaa el Fna sind ebenfalls super.
- Otto | Ideal für einen gemütlichen Abend mit Cocktails auf der Dachterrasse.


Travelogue-Tipps für Marrakesch
Hotels und Riads in Marrakesch
Wer in Marrakesch übernachtet, hat die Wahl zwischen einem traditionellen Riad in der Medina und einem modernen Hotel außerhalb der Altstadt. Für ein authentisches marokkanisches Erlebnis empfehle ich aber jedem, in einem Riad zu übernachten. Ich habe im Riad El Grably übernachtet. Dieses Riad liegt sehr zentral in der Medina, hat einen Pool, eine wunderschöne Dachterrasse und sehr nette Gastgeber.
Es gibt Riads in allen Preisklassen, von einfachen, preisgünstigen Unterkünften bis hin zu luxuriösen Riads.
- Riad El Grably (unsere Unterkunft)
- Riad Soumia
- Riad El Youssoufi
- Maison Dar Saada
- Riad El Badun
Travelogue-Tipp: Wenn ihr ein Riad innerhalb der Medina gebucht habt, würde ich euch empfehlen, dass euch euer Gastgeber an einem vereinbarten Treffpunkt abholt. Die Chancen stehen nämlich gut, dass ihr euer Riad sonst nicht oder nur mit großer Mühe finden werdet. Wir haben im Voraus leider keinen Treffpunkt ausgemacht und sind dann eine Weile etwas hilflos durch die Gassen geirrt, bis uns ein Einheimischer geholfen hat (nicht ganz uneigennützig, wie man sich sicher denken kann). Die paar marokkanischen Dirham waren aber gut investiert.
Welche Sprache spricht man in Marokko?
In Marokko ist marokkanisches Arabisch (Darija) die Alltagssprache, während Amazigh (Berberisch) und Hocharabisch als offizielle Landessprachen gelten. Man hört jedoch auch viel Französisch, da diese Sprache in Marokko als Handels- und Bildungssprache weit verbreitet ist.
In den meisten Orten und Gegenden kann man sich aber auch gut auf Englisch verständigen, so auch in Marrakesch.
Wie viel Zeit sollte man für Marrakesch einplanen?
Wenn ihr die wichtigsten Sehenswürdigkeiten Marrakeschs sehen möchten, reichen dafür etwa 2-3 Tage. Da Marrakesch aber recht hektisch sein kann, würde ich eher 3-4 Tage empfehlen. So könnt ihr alles etwas ruhiger angehen lassen, euch auch mal ein paar Stunden auf eine Dachterrasse setzen und habt gegebenenfalls sogar noch Zeit für einen Tagesausflug.
Geld, Preise und Währung
Die offizielle Währung in Marokko ist der Marokkanische Dirham (MAD). Als grobe Faustformel rechnet man am einfachsten 10:1 (10 MAD sind etwa 1€). Der Wechselkurs liegt meist bei ca. 10,5 bis 10,7 MAD für 1 Euro (Stand 2026).
Wenn es ums Bezahlen geht, ist Cash immer noch King. Besonders in den Souks, bei Taxifahrten, in kleinen Cafés oder auch für Trinkgeld braucht man unbedingt Bargeld. Geldautomaten sind dort recht zahlreich vorhanden, pro Abhebung wird eine kleine lokale Servicegebühr fällig.
In gehobeneren Restaurants, modernen Geschäften, größeren Hotels und an Tankstellen kann man problemlos mit Kreditkarte zahlen. Selbst in den engen Gassen und Shops der Medina funktioniert es manchmal, darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht. Und: nicht jedes Riad akzeptiert Kreditkarte, am besten fragt ihr vorab einmal wie bezahlt werden kann.
Fortbewegung in Marrakesch
Die Medina in Marrakesch, wo sich auch die meisten Sehenswürdigkeiten befinden, lässt sich sehr gut zu Fuß erkunden. Das ist meiner Meinung nach auch die schönste Art, Marrakesch zu entdecken. Besonders in den kleinen Gassen könnt ihr euch einfach treiben lassen.
Außerhalb der Medina fahren viele Taxen, die euch zu den weiter entfernten Sehenswürdigkeiten (oder zum Flughafen) bringen. Im Idealfall läuft das Taxameter mit, aber besprecht am besten schon vor der Fahrt wie bezahlt werden soll und macht einen Festpreis aus.
Anmerkung: In Marrakesch werden leider immer noch Pferdekutschfahrten angeboten, bei denen Touristen zum Vergnügen herumgefahren werden. Bitte nutzt sowas nicht!
Kleidung in Marokko
Da Marokko ein muslimisch geprägtes, eher konservatives Land ist, solltet ihr Schultern und Knie bedeckt halten. Als Frau bieten sich lange Kleider oder luftige Hosen an. Wenn ihr eine Moschee oder andere religiöse Gebäude betreten wollt, solltet ihr ebenfalls einen Schal mitnehmen, um euren Kopf oder eure Schultern bedecken zu können. Für Männer sind die Regeln nicht ganz so streng, aber ich würde auch hier eine lange, luftige Leinenhose empfehlen. Grundsätzlich sollte man sich respektvoll verhalten, wozu eben auch ein entsprechender Kleidungsstil gehört.
Marrakesch mit (Klein-)Kind
Marrakesch mit (Klein-)Kind zu besuchen ist durchaus gut machbar, wenn man vorab ein paar Dinge berücksichtigt:
- Die Gassen in der Medina sind eng und voll. Das bedeutet, dass ihr mit einem klassischen Kinderwagen schnell an eure Grenzen stoßen werdet. Ein kompakter Buggy oder noch besser eine Trage sind dafür deutlich besser geeignet.
- Achtet in der Medina unbedingt auf die Sicherheit eurer Kinder, insbesondere im Hinblick auf Roller und Motorräder! Obwohl es offiziell verboten ist, fahren viele Motorräder mit zum Teil hoher Geschwindigkeit durch die engen Gassen.
- Wenn ihr ein Riad bucht, fragt am besten kurz nach, ob ihr ein Zimmer im Erdgeschoss bekommen könnt. Oft haben die steilen Treppen nämlich keine Geländer.
- In Marokko sind Snacks für Kleinkinder nicht so üblich. Wenn ihr also ein Snack-Kind habt und ihr ihm etwas anderes als Obst anbieten möchtet, empfiehlt es sich, die Snacks aus Deutschland mitzubringen.
Ansonsten habe ich Marrakesch als durchweg kinderfreundlich erlebt.


M E H R Z U A F R I K A
⇨ TANSANIA ERLEBEN
⇨ SÜDAFRIKA ERLEBEN
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