Hoi An in Vietnam – Die 11 schönsten To-Dos

20. Oktober 2018

Chancen soll man ergreifen, wenn sie kommen und so eine Chance war meine erste Reise nach Vietnam. Eigentlich war meine Reiseplanung für dieses Jahr schon abgeschlossen, aber wenn sich die Möglichkeit für einen einmaligen Trip nach Vietnam bietet – wer kann da schon widerstehen. Also ging es für mich Ende September nach Südostasien, wo auch Zentralvietnam und die wunderschöne Stadt Hoi An auf meiner Reiseroute lag.

Hoi An gehört zu den bekanntesten, sehenswertesten und geschichtsträchtigsten Städten in Vietnam und das nicht ohne Grund! Besonders die von UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnete Altstadt bietet jede Menge zu sehen und zu erleben: gelb getünchte Altbauten, herzliche Vietnamesen, alte Tee- und Herrenhäuser, mit Laternen dekorierte Gassen, nachhaltige Geschichte und Kultur, köstliches Essen, lebhafte Märkte, hippe Cafés und nicht zu vergessen die wunderschöne Landschaft um Hoi An herum.

Hier sind also 11 wunderbare Dinge, die man in Hoi An machen und erleben kann:

1 | Die Altstadt erkunden

Das Herz der Stadt und auch der sehenswerteste Teil ist die Altstadt Hoi Ans. Wenn man durch die kleinen Straßen läuft, sieht man Vietnamesen, die Touristen auf Rickschas durch die Altstadt fahren, Streetfood-Stände mit leckerem Essen, vietnamesische Frauen mit ihren typisch traditionellen „Straßenpyjamas“ (Ao Ba Ba), die für Hoi An markanten 2-geschossigen, schmal gebauten (oft gelb gefärbten) Häuser, jede Menge Früchte-Verkäufer, Einheimische, die sich selbst oder ihre Fahrräder mit voll bepackten Körben und Bambusstangen ausbalancieren und natürlich die bunten Laternen zwischen den Gassen. Wie ihr merkt: es gibt sehr viel zu sehen!

 

2 | Sich etwas maßschneidern lassen

In Hoi An gibt es mittlerweile unzählige Schneidereien (man schätzt zwischen 300-500!), wo man sich etwas maßschneidern lassen kann. Für viele eins der schönsten Dinge, die man in Hoi An machen kann und wohl ein Souvenir, was sonst kaum einer hat. Wer überlegt sich etwas anfertigen zu lassen, sollte am besten 2-3 Tage vor Ort sein und dies am ersten Tag in Auftrag geben. Mein Tipp an dieser Stelle: immer den Preis verhandeln und nicht das erste Angebot annehmen.

 

3 | Shops & Galerien besuchen

In Hoi Ans Altstadtgassen reihen sich zahlreiche Shops und Galerien aneinander: Souvenirläden, traditionelle Bekleidungsgeschäfte, Schneiderläden, Geschäfte für qualitative Lederwaren, Fotoausstellungen und vieles mehr. Hier wird jeder fündig, der shoppen möchte oder ein Souvenir für zuhause braucht. Darüber hinaus gibt es wirklich schöne Galerien, in denen man sich stundenlang aufhalten kann (z.B. die Galerie „Couleurs d’Asie gallery“ oder das „Precious Heritage Gallery Museum“ mit beeindruckenden Fotos des französischen Fotografen Réhahn).

 

4 | Kultur & Geschichte entdecken

Was viele nicht wissen: Hoi An ist schon sehr alt, die ältesten Hinweise auf menschliche Einflüsse gehen fast 2.200 Jahre zurück. Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich Hoi An dann zu einem internationalen Handelszentrum für Südostasien. Mit den Schiffen kamen auch die unterschiedlichsten Waren und Einflüsse in die Stadt: Seide, Porzellan, Tee, Pfeffer, Elefantenzähne, Perlmutt, uvm. Durch den internationalen Handel entstanden ebenfalls eigene Viertel, vornehmlich von Japanern und Chinesen, die – bis heute sichtbar – ihre Spuren hinterließen. In Hoi Ans Altstadt findet man daher nicht nur chinesische Tempel und Teelager, sondern auch japanische Handelshäuser und Versammlungshallen.

 

5 | Die Japanische Brücke besuchen

Eins von Hoi Ans Wahrzeichen ist die japanisch-verzierte Brücke, an der bei einem Besuch in Hoi An kein Weg dran vorbeiführt. Die Japanische Brücke wurde im 16. Jahrhundert von den damals in Hoi An lebenden Japanern gebaut, um eine Verbindung zu den chinesischen Vierteln zu schaffen. Man kann die recht kurze Brücke auch überqueren, das lohnt sich aber kaum. Sehenswerter ist sie durch die schönen Verzierungen eher aus der Entfernung und am Abend durch die Lichter und Reflexionen des Wassers.

 

6 | Das Leben am Fluss beobachten

Hoi An wird vom Thu Bon Fluss durchquert, der quasi direkt an der Altstadt entlang fließt. Es ist wohl nicht der schönste Fluss, den ihr je sehen werdet, aber einer mit Charme. Nehmt euch die Zeit und beobachtet einfach das Leben, welches sich dort abspielt. Tagsüber ist am Fluss nicht so viel los, aber am Abend, wenn es abkühlt und sich die Leute draußen aufhalten, erwacht das Leben erst so richtig.

 

7 | Die schönsten Cafés entdecken

…und Vietnamese Iced Coffee probieren! Wer nach Vietnam kommt, der sollte unbedingt dieses Getränk probieren, welches aus vietnamesischem Kaffee und Kondensmilch besteht. Hoi Ans Altstadt ist mittlerweile voll von hippen Cafés, wo man es sich gut gehen lassen kann (z.B. das Cà Phê Rang Xay mit cooler Dachterrasse oder das Fusion Café Hoi An). Neben Vietnams Kaffeekultur sollte man es sich natürlich auch nicht nehmen lassen das typische und bekannte Sandwich des Landes – Banh Mi – zu essen (z.B. hier: Bánh Mì Phuong Bakery).

 

8 | Die Märkte besuchen

Kein Besuch in Hoi An wäre vollständig ohne die Märkte zu besuchen, die in Vietnam bunt und vielfältig (und chaotisch) sind. Dort findet ihr fast alles: jegliche Sorten Obst, Gemüse, Fleisch, außerdem auch Klamotten, Handtaschen, Schuhe und vieles mehr. Und selbst wenn ihr nichts kaufen wollt, lohnt sich der Besuch dort schon allein, um das Leben der Vietnamesen zu sehen und weil ihr dort garantiert das ein oder andere schöne Fotomotiv bekommt.

 

9 | Roller- oder Fahrradtour durch Hoi Ans Umgebung

Hoi An ist bekannt für seine wunderschöne Altstadt mit seinen geschichtsträchtigen Häusern, Tempeln und Brücken. Mindestens genauso sehenswert ist aber auch die Umgebung außerhalb der Stadt mit einer ganz anderen Landschaft: Reisfelder, kleine Fischerdörfer, Bambusbrücken, Wasserbüffel und Flüsse. Um sich Hoi Ans Umgebung anzusehen, bietet sich das Fahrrad oder – wie in Asien ebenfalls typisch – der Roller an. Fahrräder kann man sich für ein paar Vietnamesische Dong am Tag ganz einfach mieten. Auch ein Roller ist schnell gebucht und eine (geführte) Tour absolut empfehlenswert – das war definitiv eins meiner Highlights während ich in Hoi An war!

 

10 | Laterne selber basteln

Hoi An nennt man auch die Stadt der Laternen. In den Bäumen, Cafés und vor allen Dingen in den Straßen hängen überall bunte Lampions. Was auf jeden Fall auf eurer Bucket-Liste stehen sollte: eine typisch vietnamesische Laterne selber basteln. Natürlich kann man diese auch in sämtlichen Formen und Farben kaufen, aber selbstgemacht ist eben schöner. Workshops gibt es mittlerweile genug, z.B. hier (mit einem besonderen Konzept dahinter!).

 

11 | Hoi An bei Nacht erleben

Hoi An ist bei Tag schon eine wunderschöne Stadt, aber wenn es dunkel wird und die Laternen zu leuchten beginnen, ist es nochmal eine ganz andere Atmosphäre. Diese Stimmung sollte man auf jeden Fall mal erlebt haben und gegen späten Nachmittag oder frühen Abend beginnt die Stadt erst so richtig zu leben: die Menschen treffen sich auf der Straße, die Restaurants und Cafés sind gut besucht und auf dem Thu Bon Fluss werden kleine Laternen zu Wasser gelassen.

 

Hoi An: eine Stadt, die ihren Eindruck hinterlassen hat und eine, in die man gerne zurückkehrt. Trotz aller Touristen ist die Stadt so fotogen und erlebnisreich wie sonst keine andere Stadt in Vietnam. Wer also eine Reise nach Vietnam plant, sollte Hoi An unbedingt besuchen.

Wie sind eure Eindrücke von Hoi An?

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply

Hiermit stimme ich den Datenschutzbestimmungen zu.