Kolumbien: die komplette Reise (in 3 Wochen)

By 9. Februar 2019 Kolumbien, Südamerika

Kolumbien ist so extrem vielfältig: wunderschöne Landschaften, beeindruckende Andengipfel, faszinierende Kolonialstädte, abenteuerlicher Dschungel, Jahrhunderte alte Kultur, vielfältiger Amazonas-Regenwald und nicht zu vergessen die traumhaften Strände an der Karibikküste! Das Land ist voll von einzigartigen Erlebnissen und Landschaften, die eine Reise dorthin mehr als rechtfertigen.

Ich habe 3 Wochen in diesem südamerikanischen Land verbracht, habe die Städte Bogotá und Medellín erlebt, bin durch den Dschungel der Sierra Nevada gewandert und habe an den weißen Stränden der Karibik gelegen. Und obwohl 3 Wochen ein guter Anfang sind, habe ich in Kolumbien längst nicht alles sehen können und werde definitiv wieder dorthin reisen.

Hier ist meine Route für die komplette Rundreise durch Kolumbien in 3 Wochen:

Start: Bogotá 

Meine Reise durch Kolumbien beginnt in der Hauptstadt Bogotá. Nicht nur, dass viele internationale Flugverbindungen nach Bogotá führen, es ist auch eine Stadt, die trotz aller Vorurteile seine sehenswerten Ecken hat: sei es das moderne Viertel mit den imposanten Regierungsgebäuden und Plätzen, das Künstler- und Szeneviertel ‘La Candelaria’ oder aber die beeindruckende Aussicht auf die Millionenstadt vom Berg Monserrate aus.

Mein Tipp: ein lokaler Guide kann euch die schönsten und besten Ecken der Stadt zeigen, ohne dass man sich in der riesigen Stadt verliert. Darüber hinaus sind Tipps vom Guide für das beste Café oder Restaurant natürlich auch immer super!

Hier geht’s zum Bogotá City Guide.

Unterkunft: Casa Platypus

 

1. Stopp: Salento & Valle de Cocora

Nach Bogotá ist der 1. Stopp der 3-wöchigen Rundreise die Kaffeeregion in Kolumbien. Genauer gesagt geht es ins kleine Örtchen Salento. Salento ist oft Ausgangspunkt für Touren ins umliegende Kaffeegebiet, aber auch der Ort selber ist sehenswert. Bunte Fassaden, süße und sehr gute Cafés und freundliche Kolumbianer machen Salento aus. Was hier natürlich auch nicht fehlen darf, ist ein Ausflug zu den größten Palmen der Welt – den Wachspalmen im Cocora Valley! Für mich war dieser Ort eins meiner Highlights in Kolumbien.

Hier geht’s zum Guide für Salento und fürs Valle de Cocora.

Unterkunft: Hostal Ciudad de Segorbe Salento

 

2. Stopp: Medellín & Guatapé

Von der Kaffeeregion geht es dann weiter in eine Großstadt, die man in Kolumbien ebenfalls gesehen haben muss: Medellín! Auch wenn sich immer noch hartnäckig die Vorurteile über Kriminalität und Drogen halten, gehört diese Stadt zu den aufstrebenden und angesagten Zielen in Kolumbien. Wir waren 2 Tage in Medellín und haben die Stadt mit unterschiedlichen Facetten kennengelernt: auf der einen Seite die Barrios (Arbeiterviertel), die immer noch sehr ärmlich sind, aber auf der anderen Seiten eben auch Stadtviertel, die sehr gut mit jenen in anderen Ländern mithalten können. Wo es die hippsten Cafés, die besten Shoppingstraßen und die exklusivsten Restaurants gibt. Mein Tipp für Medellín: ein Paragliding-Flug über die Stadt oder eine Quadtour durchs Umland!
Ebenfalls ein sehr lohnenswerter Ausflug ab Medellín ist Guatapé. Guatapé selber ist der wohl farbenfrohste Ort, den ich in ganz Kolumbien gesehen habe. Was es dort aber auch zu sehen gibt, ist eine beeindruckende, geflutete Landschaft, die man vom einzigen Monolithen El Penol aus sehen kann.

Hier geht’s zum Guide für Guatapé.

Unterkunft: Kolor Hotel Boutique

 

3. Stopp: Santa Marta

Der 3. Stopp der Kolumbienreise ist Santa Marta. Die älteste Stadt Kolumbiens liegt am Karibischen Meer, ist etwas weniger bekannt als Cartagena, dadurch touristisch weniger besucht, aber nicht weniger sehenswert. Grade das hat mir an Santa Marta wohl auch so gut gefallen. Santa Martas Altstadt bietet sehr viele Möglichkeiten: das historische Viertel rund um den Simon Bolivar Park, die Kathedrale, der ‘Plaza San Francisco’ und viele unterschiedliche Bars, Cafés und Restaurants. Santa Marta ist aber auch noch aus anderen Gründen beliebt: Von hier aus werden verschiedene Touren zum Tayrona Nationalpark oder auch zur Verlorenen Stadt Ciudad Perdida angeboten – dorthin sollte es für uns dann auch als nächstes gehen.

Unterkunft: La Casa Del Piano Boutique Hotel by Xarm Hotels

 

4. Stopp: Ciudad Perdida

Mein bisher größtes Abenteuer beginnt in Santa Marta und führt uns tief hinein in den kolumbianischen Dschungel – zur Verlorenen Stadt Ciudad Perdida. 5 Tage und 46 Kilometer nur mit einem Rucksack und dem Nötigsten unterwegs – das klingt nicht nur nach Abenteuer, das war es auch. Die Ciudad Perdida ist eine präkolumbische Stadt hoch oben in der Sierra Nevada und gehört neben Machu Picchu zu den größten Wiederentdeckungen in Südamerika. Aber im Gegensatz zu Machu Picchu, ist die Verlorene Stadt in Kolumbien schwieriger zu erreichen und bei Weitem auch nicht so touristisch. Kein Bus, Zug oder Jeep kann einem den abenteuerlichen Weg abnehmen und die Regierung limitiert die Besucher auf etwa 50 (!) am Tag.

Ich will ehrlich sein: für mich war diese Wanderung eine große Herausforderung, wo ich an meine Grenzen gekommen bin. Aber dieses Gefühl von Stolz, Abenteuer, Wildnis und Zusammenhalt möchte ich nicht missen und kann das Trekking zur Ciudad Perdida daher mehr als empfehlen!

Hier geht’s zum Ciudad Perdida Bericht.

 

5. Stopp: Cartagena

Zurück in Santa Marta ging es danach in die wohl bekannteste und schönste Karibikstadt Kolumbiens – nach Cartagena de Indias. Dort haben wir 2 Tage verbracht, in denen wir uns die wunderschöne Altstadt angesehen haben. Die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt überzeugt durch die restaurierten, bunten Häuser, das sehr gute Essen, die entspannten Einwohner und natürlich auch durch das perfekte Wetter. Wem Cartagena zu touristisch ist, der sollte sich die Stadt außerhalb der Altstadtmauern ansehen, wie zum Beispiel das Graffitiviertel Getsemani. So oder so gehört Cartagena de Indias schon zu recht zu den schönsten Städten des ganzen Landes.

Hier geht’s zum Cartagena Guide.

Unterkunft: Hotel Casa India Catalina

 

6. Stopp: Isla Grande

Uns war zu Beginn unserer Reiseplanung schnell klar, dass wir auch ein paar Tage in der Karibik verbringen wollen. Und Kolumbien hat einige der schönsten Inseln mitten in der Karibik, wo man es sich gut gehen lassen kann. Unsere Wahl fiel auf die größte der vorgelagerten Inseln, die von Cartagena in etwa einer Stunde mit dem Speedboot zu erreichen ist: die Isla Grande. Für die Tage auf dieser Insel haben wir uns nicht viel vorgenommen – ein Tauchgang und schwimmen gehörte da schon zu den aktivsten Dingen, die wir gemacht haben.
Für uns war dies der perfekte Abschluss der 3-wöchigen Reise durch Kolumbien. Wir haben bei Weitem natürlich nicht alles sehen können, aber das war ein guter Anfang und wir sind uns einig, dass wir definitiv wiederkommen müssen.

Unterkunft: Hotel Isla del Sol

 

Travelogue-Tipps

Verkehr & Transport

Kolumbien ist riesig und man sollte sich gut überlegen, wie man die teilweise langen Strecken zurücklegen will. Wir sind innerhalb der 3 Wochen oft geflogen, was ich nicht immer gut finde, aber aus Zeitgründen manchmal nicht anders geht. Die bekannteste Fluggesellschaft Kolumbiens ist Avianca und bis auf eine Ausnahme waren unsere Flüge auch pünktlich.
Zwischen den größeren Städten Kolumbiens fahren auch recht komfortable Busse, die oft sogar mit WLAN ausgestattet sind. Diese haben wir auch genutzt, man sollte sich jedoch bewusst sein, dass die angegeben Fahrtzeiten nicht unbedingt eingehalten werden. Aus einer geplanten 6-stündigen Busfahrt wurden es bei uns auch schnell 8 Stunden. Ich würde diese Reiseart empfehlen, wenn man etwas mehr Zeit hat und/ oder Geld sparen möchte.
Zum Autofahren in Kolumbien kann ich nichts sagen, wir sind ausschließlich mit dem Bus, Taxi, mit privatem Transfer und dem Flugzeug gereist.

Wetter & Klima

Das Wetter ist genauso wechselhaft wie das Land groß ist: Kolumbiens Hauptstadt Bogotá hat durch seine Lage in der Hochebene der Anden auf über 2.600m ein eher mildes bis kühles Klima. Man sollte sich hier also auf kühlere Temperaturen (besonders abends) einstellen.
Je flacher das Land, desto wärmer und tropischer wird das Klima. Besonders an der Karibikküste und in der Sierra Nevada ist es tropisch-schwül und das ganze Jahr über angenehm warm.
Mein Tipp: Wenn Bogotá und die Kaffeeregion rund um Salento ebenfalls auf eurer Reiseroute liegt, packt lieber auch wärmere Kleidung ein.

***

Plant ihr eine Reise nach Kolumbien? Oder wart ihr schon da und habt noch weitere Empfehlungen, welche Orte sehenswert sind?

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