Sansibar Travel Guide – Highlights & Tipps für 1 Woche

By 16. März 2018 Afrika, Anna, Destinationen, Rund um die Welt, Tansania
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Die ersten Gedanken, die einem bei Tansania in den Sinn kommen, sind wohl Safari und Sansibar. Nicht umsonst ist eine Reise in dieses Land für viele Menschen eine “Once-in-a-lifetime”-Erfahrung und wer mag, kombiniert eine Safari mit einem Aufenthalt auf der wunderschönen Insel Sansibar. Auch ich wollte im Anschluss an meine Safari die Insel besuchen – mit ihren weißen Sandstränden, türkisblauem Wasser und der lebhaften Stadt Stone Town.
Sansibar ist streng genommen eigentlich keine Insel, sondern ein Archipel bzw. eine Inselgruppe vor der Ostküste Tansanias und besteht aus den Hauptinseln Unguja, Pemba und Mafia. Aber da die Hauptinsel Unguja – mit der Hauptstadt Stone Town – oft als ‘Sansibar’ bezeichnet wird, hat sich dieser Name als Begriff für die Inselgruppe durchgesetzt.

Ich habe euch hier einen Sansibar Travel Guide zusammengestellt, der nicht nur meine Highlights von Sansibar, sondern auch jede Menge Tipps enthält. Und wer – so wie ich – auch nur eine Woche auf dieser Insel verbringt, der findet hier bestimmt Inspirationen und nützliche Tipps für die eigene Planung.

 

Stone Town

Stone Town: die Hauptstadt Sansibars gehört zu meinen absoluten Must-Sees, wenn man dort ist! Stone Town (und besonders die Altstadt!) ist eine eigene kleine Welt für sich und ein bunter Mix aus verschiedenen Kulturen, genau genommen aus der arabischen, persischen, indonesischen, portugiesischen und natürlich auch der afrikanischen Welt. Das Leben dort ist bunt, laut, voller Gerüche und Eindrücke, interessant, erlebnisreich, spannend, ein Traum aus Tausend-und-einer-Nacht und jeden Besuch wert! Besonders in der Architektur spiegeln sich diese multikulturellen Einflüsse wider: so findet ihr in Stown Town neben Kirchen auch Moscheen und Hindu-Tempel.
Was man in Stone Town unbedingt machen sollte: durch die vielen kleinen Gassen schlendern, sich dabei verlaufen, bei den kleinen Ständen wie die Einheimischen essen, nach Mitbringseln suchen und über den Preis feilschen, die wunderschöne Architektur (und vor allem die geschnitzten Türen!) bewundern und auf jeden Fall die ein oder andere Rooftop-Bar mit Blick auf die Altstadt besuchen.
Wer sich für die bewegende Geschichte Sansibars interessiert, kann sich sehr gut einen Guide für ein paar Stunden buchen oder auf eigene Faust das House of Wonders, den Old Fort, den alten Sklavenmarkt oder das Palace Museum besuchen.
Fun Fact: es gibt in Stone Town sogar ein Viertel mit Plattenbauten (nennt sich Michenzani)! Diese wurden tatsächlich in Zusammenarbeit und mit Unterstützung der DDR dort erbaut und sind bei den Einheimischen total beliebt.

Essen: Meine Empfehlung: das Tea House Restaurant ‘Emerson on Hurumzi‘. Die Aussicht über der Altstadt ist einfach wunderschön!
Café: Stone Town Café oder House of Spices
Unterkunft: Tembo House Hotel (direkt am Wasser gelegen und sehr zentral)

 

Sansibars Ostküste

Ich habe von Sansibars wunderschönen Stränden nur jene an der Ostküste (und ein bisschen was vom Süden) kennengelernt, deswegen kann ich meine Eindrücke und Empfehlungen nur von diesem Teil der Insel weitergeben. Was ich auf jeden Fall sagen kann: die Ostküste ist ein Paradies mit weißen Stränden und türkisblauem Wasser! Ein Ort schöner als der andere, weshalb man mit der Auswahl des Resorts bzw. der Unterkunft nicht viel falsch machen kann. Paje und Jambiani sind die beliebtesten Orte an der Ostküste und die Atmosphäre dort ist total entspannt. Meiner Meinung nach sind ein paar Tage an der Ostküste perfekt zum Entspannen und Abschalten.

Unterkunft: Spice Island Resort

 

Segelausflug & Schnorcheln

Eine Bootsfahrt vor der Küste Sansibars gehört definitiv auf jede To-Do-Liste. Am schönsten ist so ein Ausflug natürlich mit dem traditionellen Boot, der Dhow (sprich: Dau). Das sind die Segelschiffe mit den markanten Dreieckssegeltüchern, mit denen die Fischer heute noch bei Sonnenaufgang rausfahren und angeln. Es ist recht einfach so einen Ausflug oder eine Tour vor Ort zu buchen, je nach Umfang und wohin man segeln möchte, kostet es entsprechend unterschiedlich. Was ich empfehlen kann: einen Segelausflug zu einer anderen, kleinen Insel, einer Sandbank oder eine Fahrt um Sansibar herum. Was ich nicht empfehlen kann: sämtliche Ausflüge und Angebote, die irgendetwas mit Delfinen im “Programm” haben.
Darüber hinaus findet ihr um Sansibar wunderbar klares Wasser und eine beeindruckende Unterwasserwelt, daher bietet sich ein Schnorchelausflug ebenfalls an. Es gibt Ausflüge, die sowohl eine Bootstour als auch Schnorcheln beinhalten. Alternativ werden auch Ganztages-Schnorchelausflüge angeboten, z.B. zur Insel Mnemba, die für seine vielfältige, bunte Unterwasserwelt bekannt ist.

 

Gewürztour

Was sich zunächst ein bisschen langweilig anhört, stellte sich als eines meiner Highlights auf Sansibar heraus! Zugegeben, die Gewürztour war für uns eher obligatorisch, da man sich auf Sansibar nun mal auf DER Insel der Gewürze befindet. Und ein bisschen Kultur gehört eben auch dazu, sodass wir uns zu einer Gewürztour entschlossen hatten. Diese lässt sich problemlos vor Ort buchen und kostet ca. 30$ pro Person mit Transfer. Die Gewürzfarm lag etwas außerhalb von Stone Town und nach etwa einer einstündigen Fahrt von der Ostküste erreichten wir die Farm. Dort wurden wir von einem Farm-Guide erwartet, der uns in 2 Stunden sämtliche Gewürze versucht hat näher zu bringen. Wir haben geraten, gerochen, probiert, eine frische Kokosnuss getrunken und wirklich viel gelernt. Wisst ihr z.B. wie eine Muskatnuss aussieht? Oder dass es eine Pflanze gibt, die sich “Lipstick-Tree” nennt und mit der sich die Sansibari auch gern mal anmalen? Und welche Pflanzen für was genutzt werden?

 

Travelogue-Tipps

Transport nach Sansibar

Es gibt genau 2 Möglichkeiten nach Sansibar zu kommen: entweder mit dem Flugzeug oder der Fähre/ dem Boot. Die Fähre fährt bspw. ab Dar es Salaam und bringt euch in etwa 2 Stunden zur Insel. Wer mit dem Flugzeug vom Inland anreist, wird voraussichtlich von Arusha, vom Kilimandscharo oder von Dar es Salaam aus starten. Internationale Flugverbindung gibt es natürlich auch. Ich bin von Arusha aus geflogen, der Flug dauerte etwa 1:20 Stunde und es sei an dieser Stelle gesagt, dass man sich auf ein kleines (sprich: winziges) Flugzeug – auch Buschflieger genannt – einstellen sollte. In unserer Maschine hatten 12 Leute Platz und es ist nicht jedermanns Sache mit so einer kleinen, klapprigen Maschine ohne Co-Pilot zu fliegen (kein Scherz!). Der Vorteil: ich hatte eine wunderbare Aussicht auf den Kilimandscharo und auch der Landeanflug auf Sansibar war beeindruckend.

Transport auf Sansibar

Die Wege auf Sansibar sind nicht sonderlich lang, immerhin misst die Insel vom nördlichsten zum südlichsten Punkt grade einmal knapp 100 km, sodass man auch in 2 Stunden einmal über die Insel kommt. Für den Transport auf Sansibar ist das Taxi die einfachste Möglichkeit, das könnt ihr ganz einfach über euer Hotel bestellen lassen. Alternativ und günstiger sind aber die Dala Dala Mini-Busse. Hierbei solltet ihr aber wissen, dass die meisten Einheimischen diese Art der Fortbewegung nutzen und man dort gut und gerne mit vielen auf engem Raum in einem Dala Dala sitzt. Gepäck wird oft oben aufs Dach verfrachtet, damit auch jeder Zentimeter im Mini-Bus als Sitzplatz ausgenutzt werden kann.
Falls ihr euch selber ein Auto/ Roller mieten wollt, sollte euch bewusst sein, dass a) die Straßen dort nicht besonders gut sind, b) der Verkehr in Stone Town recht chaotisch sein kann und c) die Polizei gern mal “Straßensperren” einrichtet, um eure Papiere zu kontrollieren (tragt unbedingt den internat. Führerschein bei euch!).

Visum

Wer nach Tansania reisen will, kommt um ein Visum nicht drumherum. Dieses müsst ihr vorweisen, sobald ihr das Land betreten wollt – ganz gleich, wo das zuerst der Fall ist. Wer auf dem Festland ankommt, wird dort nach dem Visum gefragt, wer nur Sansibar bereist, muss dort das Visum nachweisen können. Falls ihr vorher eine Safari gemacht habt, braucht ihr bei eurer Ankunft auf Sansibar natürlich nicht noch eins. Das Visum könnt ihr entweder vorab von Deutschland aus online beantragen oder vor Ort bezahlen. Kosten: 50$ (Stand 2017).

Währung & Geld

Die Währung in Tansania (und somit auch auf Sansibar) ist der Tansania-Schilling, es ist aber auch möglich mit Dollar zu bezahlen. Wenn ihr auf Sansibar ankommt und Geld braucht, dann solltet ihr das entweder direkt am Flughafen oder an einem ATM in Stone Town holen. Sonst sind die Möglichkeiten sehr beschränkt auf der Insel Geld abzuheben. In den Hotels könnt ihr auch mit Kreditkarte zahlen.

Kleidung & Verhalten

Da Sansibar stark muslimisch geprägt ist, ist es ratsam nicht in Strandbekleidung durch Stone Town oder kleinere Dörfer zu laufen (Schultern und Knie sollten bedeckt sein). Außerdem gilt: wenn ihr Fotos von Personen machen wollt, sollte ihr diese vorher um Erlaubnis fragen. In der Regel hat niemand etwas dagegen, aber wenn ihr vorher fragt, zeigt das Respekt den Einheimischen gegenüber und ihr vermeidet unangenehme Situationen. Gilt übrigens immer, nicht nur für Sansibar.

Feilschen & Handeln

Die Altstadt von Stone Town ist ein wahres Paradies für (Shopping-) Schätze. Und eins kann ich euch vorweg als Tipp mitgeben: zahlt nie den Preis, der ausgewiesen ist! Es gehört quasi zum guten Ton, dass um den Preis gefeilscht wird. Dabei ist (fast) alles erlaubt, bedenkt aber, dass es für beide Seiten noch Spaß machen sollte und sich alle damit gut fühlen. Außerdem: vergleicht bei ein paar Ständen das Angebot, denn viele haben die gleiche Ware (aber zu einem anderen Preis) im Laden. Zugegeben, das Feilschen ist auch Übungssache und mich hat es ein bisschen Überwindung gekostet, aber es lohnt!

 

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6 Comments

  • Reply Oliver 17. März 2018 at 14:18

    Schöne Fotos von dieser bezaubernden Insel. Die kleinen Flieger sind echt ein Abenteuer, aber wie du selbst schon schreibst, es lohnt sich schon des Ausblicks wegen! Kleine Ergänzung noch zum Thema Mietwagen. Um bei den Strassensperren der Polizei keinen Stress zu haben, empfiehlt es sich auch den “Sansibar Führerschein” dabei zu haben. Das ist eine Art Genehmigung, die der Auto-Vermieter kurzfristig besorgt. Kostet um die 10,- USD und ist zugleich ein nettes Souvenir. vg, Olli

    • Reply Anna 18. März 2018 at 14:43

      Danke Olli! Haha ja ich habe dann beim Flug auch versucht das Positive daraus mitzunehmen ;)
      Ah ok, den kenne ich gar nicht, aber vielen Dank für den Hinweis! LG Anna

  • Reply Tabitha 2. April 2018 at 11:44

    Der Artikel kommt genau richtig, denn ich denke gerade über Tansania im nächsten Jahr nach. Genau die richtige Mischung aus Safari und Strand…
    Jetzt muss ich mir gleich die anderen Berichte dazu durchlesen :-)

    • Reply Anna 2. April 2018 at 21:48

      Hi Tabitha, also Tansania ist jede Reise wert! Und ich fand die Kombi aus Safari & Strand wirklich perfekt. :)

  • Reply Ildi 10. Oktober 2018 at 20:23

    Hallo Anna,

    dein Artikel erweckt in mir Nostalgie. Die Beschreibung Sansibars und die traumhafte Fotos… einfach ein perfekter Beitrag! Ich finde die Bilder über Stone Town von dem Rooftop-Bar wunderschön. Die Fotos über die Ostküste kommen mir bekannt vor, obwohl wir in Matemwe waren. Es ist tatsächlich so, an der Ostküste kann man wirklich abschalten, relaxen.
    Eine Gewürztour haben wir diesmal ausgelassen, dafür haben wir andere Aktivitäten und Tagesausflüge gehabt. Wenn du dich für unsere Highlights interessierst, schaue bei uns vorbei. (https://www.travelsicht.de/highlights-ausfluege-auf-sansibar-reisebericht-tipps-und-preise/)
    Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ildi

    P.S. Wir haben unseren Sansibar-Urlaub mit Safari kombiniert. Die Safari hatten wir aber in Kenia statt Tansania.

    • Reply Anna 11. Oktober 2018 at 19:25

      Hi Ildi,
      vielen Dank, das freut mich zu lesen :) Ja die Ostküste Sansibars ist einfach traumhaft, habe mir grade schon eure Fotos angesehen – wunderschön!
      Sansibar mit Kenia zu kombinieren ist bestimmt mindestens genauso gut. Kenia steht auch noch ganz oben auf meiner Wunsch-Reiseliste, vor allem die Masai Mara muss ein Erlebnis sein.
      Lieben Gruß, Anna

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