Travelogue-Tipps für die optimale Reiseapotheke

16. Januar 2021

Andere Länder und Kontinente entdecken, exotische Kulturen, Flora und Fauna kennenlernen – das alles gehört für mich zum Reisen dazu. Aber oft warten neben all den neuen Eindrücken und Erfahrungen, auch schonmal die weniger schönen Dinge. Eine gute Vorbereitung ist da schon die halbe Miete. Besonders bei Wanderungen habe ich festgestellt, dass es wirklich wichtig ist, sich entsprechend vorzubereiten. Dabei ist es egal ob es quer durch den kolumbianischen Dschungel geht oder eine Wanderung in Österreichs Bergen geplant ist.

Gut vorbereitet reisen und wandern

Es ist allgemein bekannt, dass Outdoor-Sport gesund ist und das Wohlbefinden steigert. Wandern wird sogar in der jetzigen COVID-Zeit immer beliebter, denn man ist draußen und kann einfach für sich sein. Aber trotz der zahlreichen gesundheitlichen Vorteile besteht auch immer eine Verletzungsgefahr. Beim Wandern sind z.B. Abstürze, Ausrutschen im steilen Gelände und Steinschlag die gefährlichsten Unfallursachen. Neben ernsthaften Verletzungen sind kleine Verletzungen keine Seltenheit. Für ein sicheres Wandern sind die richtige Vorbereitung, passende Ausrüstung und Outdoor-Bekleidung wichtig.
Travelogue-Tipp: am besten immer in Begleitung wandern und das Handy mitnehmen! Außerdem sollte man sich vor dem Wandern über die Wetterverhältnisse informieren.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte (und was ich besonders bei Wandern mit hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit empfehlen kann!) ist eine Pulsuhr, die vor Überlastung warnt. Bei meiner Wanderung in Kolumbien hätte ich diese gern gehabt, da wir zur Mittagszeit (weit über 30°C) losgewandert sind und mein Körper schon nach kurzer Zeit nicht mehr richtig runterkühlen konnte. Das kann schnell böse ausgehen. Was ebenfalls super praktisch ist: hochwertige Teleskop-/ Wanderstöcke! Diese beugen nicht nur Überlastungen vor, sie machen das Wandern auch angenehmer.

Kolumbien-Ciudad-Perdida

Häufige Verletzungen auf Reisen

Viele kleine Verletzungen beim Outdoor-Sport und Reisen können glücklicherweise mit Mitteln aus der Apotheke selbst behandelt werden. Auftretende Blasen an den Füßen sind bei Wanderern wohl eins der häufigsten Probleme. Bei langen Wanderungen solltet ihr daher auf keinen Fall auf (Blasen-)Pflaster verzichten. Auch Schürfwunden können beim Wandern entstehen, wenn man stolpert oder ausrutscht. In solchen Fällen hilft mir immer eine Wund- und Heilsalbe. Bei kleinen Verletzungen kann man den  eingedrungene Schmutz mit einer desinfizierten Pinzette und sauberem Wasser selbst entfernen. Beim Stürzen oder Umknicken kommt es im schlimmsten Fall manchmal zu einer Bänderzerrung. Wer das einmal hatte, weiß, wie schmerzhaft das ist. Da hilft dann oft nur noch Schonen.
Ein weitere Verletzungsquelle beim Wandern ist der Hautkontakt mit Brennnessel. Die Pflanze verursacht schmerzhaften Hautausschlag. Am besten man wäscht die betroffene Stelle mit Wasser und Seife und trägt zur Beruhigung eine kühlende Aloe Vera Creme auf.

Sonnenbrand und Höhenkrankheit

Eins vorweg: Sonnenbrand kann immer vorkommen, auch zuhause. Aber besonders auf Reisen unterschätzt man einfach die Intensität, daher habe ich das hier mit aufgenommen. Und besonders in den Bergen besteht Sonnenbrandgefahr. Deshalb sind eine Sonnenbrille, Kopfbedeckung und Sonnencreme unerlässlich. So schützt man sich vor UV-Strahlung und vermeidet Sonnenbrand.
Eine der gefährlicheren Erscheinungen ist die Höhenkrankheit. Besonders in Ländern wie Nepal ist das eine nicht zu unterschätzende Gefahr. Aber grundsätzlich gilt: wer sich in größere Höhen begibt, kann an Höhenkrankheit leiden. Befindet man sich auf einer Höhe von 2.500 Meter oder darüber, tritt die Höhenkrankheit häufig auf. Schneller Aufstieg und Überanstrengung begünstigen die Beschwerden. Der Körper hat dann keine Zeit, um sich an die neuen Bedingungen zu gewöhnen. Häufige Symptome sind: Übelkeit, Kopfschmerzen, Appetitverlust, Schwindel, Sehstörungen und Schwäche. Außerdem können Atemnot, Ohrensausen, Husten und Benommenheit hinzukommen. Darüber hinaus sind psychiatrische Störungen wie Überaktivität, Kritiklosigkeit und vernunftwidriges Verhalten möglich. Bei ersten Anzeichen von Höhenkrankheit sollte man mit Begleitung sofort absteigen. Damit ist wirklich nicht zu spaßen.

Kolumbien-Cocora-Valley-Wachspalmen

Reiseapotheke – wichtige Produkte für die Wanderung

Damit die Reise und die Wanderung ein schönes und sicheres Erlebnis wird, sollte man eine Reiseapotheke mitnehmen. Die Produkte können in der Reisetasche oder im Rucksack verstaut werden. Dabei sollte man beachten, die Reiseapotheke kompakt zu halten. Kleine Mengen, kleine Döschen und Produkte in Reisegrößen reichen vollkommen aus. Je nach Region und Reisedauer gibt es bestimmte Produkte, die unbedingt für die Wanderung in den Rucksack gehören. Auch ein Verbandszeug sollte in der Reisetasche nicht fehlen. Es hat ein geringes Gewicht und ist bei kleineren Verletzungen wirklich hilfreich. Was ich standardmäßig dabei habe, sind Medikamente gegen Fieber und Kopfschmerzen (Paracetamol, Ibuprofen) und für alle Fälle auch Medikamente gegen Erbrechen und Durchfall.
Neben einer Sonnencreme (SPF 30 oder mehr) kann ich euch eine Aloe-Vera-Creme (oder Gel) sehr empfehlen. Die eignet sich super als After-Sun-Lotion. Und nicht nur in Zeiten von COVID, sondern auch sonst ratsam, ist Desinfektionsmittel in Form von Tüchern oder Spray.

Die Mittel zur Behandlung von kleinen Beschwerden findet ihr in jeder guten (Online-). In der Shop Apotheke findet man z.B. eine große Auswahl an Medikamenten für die Reiseapotheke.

Reisebasics, Gepäck

Habt ihr noch weitere Tipps oder Anmerkungen? Was habt ihr immer in eurer Reiseapotheke dabei?

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