Budapest Travel Guide: Tipps und Sehenswürdigkeiten

5. Mai 2019

Budapest – Ungarns Hauptstadt und beliebtes Reiseziel für einen Wochenendtrip. Mit knapp 2 Millionen Einwohnern ist sie nicht nur eine der größeren Hauptstädte Europas, sondern mit Sicherheit auch eine der schönsten. Budapest ist dabei vor allem durch seine historischen Gebäude, die Thermalbäder, den Burgpalast und seine hippen Stadtviertel bekannt. Es gibt aber in der Tat weitaus mehr Sehenswürdigkeiten in Budapest, die sich lohnen. Und das Beste dabei ist, dass sich die Stadt an der Donau sehr gut an einem (langen) Wochenende erkunden lässt.

Für Budapest – welches sich aus den beiden Stadtteilen Buda und Pest zusammensetzt und durch die Donau getrennt wird – gibt es zahlreiche Geheimtipps und jedes Jahr kommen neue dazu, aber es gibt ein paar “Must-See”-Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Besuch (besonders beim ersten) sehen sollte:

Fischerbastei

Beginnen wir mit meinem absoluten Lieblingsort in Budapest, der Fischerbastei. Die Fischerbastei mit seinen 7 kleinen Türmen befindet sich auf der Buda-Seite mit Blick über die Donau und dem Stadtteil Pest dahinter, wo sich zum Beispiel auch das Parlamentsgebäude befindet. Hier findet ihr also wunderschöne Panorama-Aussichten mit Budapest zu euren Füßen – lohnt sich auf jeden Fall!
Travelogue-Tipp: Die Fischerbastei gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Budapests, daher würde ich euch den frühen Morgen oder späten Abend für einen Besuch empfehlen. Für die Fotografen unter euch: morgens bis ca. 8 Uhr habt ihr die Bastei (fast) für euch allein.

Matthiaskirche

Ebenfalls im Burgviertel – direkt neben der Fischerbastei – liegt die Matthiaskirche. Besonders markant ist das bunte Ziegeldach und der Bau im gotischen Stil. Kirchen hat Budapest einige, aber die Matthiaskirche ist eine der wichtigsten mit einer langen Geschichte – hier wurden viele Könige Ungarns gekrönt. Die Kirche kann auch von innen besichtigt werden.

Burgpalast & Budaberg

Der Burgpalast in Budapest gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und ist bereits im 13. Jahrhundert entstanden. Es ist mit Abstand das größte Gebäude und befindet sich auf dem Burgberg im Stadtteil Buda. Der Burgpalast lässt sich somit ideal mit einem Besuch der Fischerbastei kombinieren und ihr habt von dort ebenfalls wunderschöne Aussichten über Budapest. Innerhalb des Burgpalastes gibt es sowohl drei Museen, die besichtigt werden können, als auch die ungarische Nationalgalerie.
Travelogue-Tipp: Vom Burgpalast aus könnt ihr die Standseilbahn nach unten nehmen und habt somit noch eine weitere Sehenswürdigkeit Budapests erlebt.

Große Markthalle

Eine weiteres “Must-See” in Budapest ist die große Markthalle. Die älteste Markthalle der Stadt erstreckt sich über 3 Etagen, wo ihr frisches Obst und Gemüse, Wein, Fisch und Fleisch, Souvenirs, Kleidung und noch vieles mehr kaufen könnt. Darüber hinaus bekommt ihr auf der 2. Etage eine große Auswahl an ungarischen Gerichten, wo man sich sehr gut durchprobieren kann.
Travelogue-Tipp: Probiert unbedingt das Langos auf der 2. Etage! Ich musste dafür zwar ca. 20 Minuten anstehen, aber es hat sich echt gelohnt. Und wer nicht unbedingt samstags dorthin geht (wie ich), der wird sicherlich nicht so lange anstehen müssen. Sonntags ist die Markthalle jedoch geschlossen.

Thermalbäder

Budapest ist berühmt für seine zahlreichen Thermalbäder, die sowohl bei Einheimischen als auch bei Touristen extrem beliebt sind. Und auch ich wollte wenigstens eins dieser Bäder besuchen, von denen Budapest so einige hat. Aufgrund seiner wunderschönen Renaissance-Architektur und des einmaligen Außenbereiches habe ich mich für das Széchenyi-Bad entschieden. Hier kann man nicht nur im Innenbereich relaxen, schwimmen und saunen, sondern auch draußen in den beheizten Thermalpools entspannen. Weitere bekannte Bäder sind das Gellért- oder das Rudas-Bad.
(Eintritt Széchenyi: ab 17€/ Tag | Stand 03/2019)
Travelogue-Tipp: Hier lohnt es sich, etwas früher aufzustehen, denn früh am Morgen ist es noch nicht so überfüllt.

Margareteninsel

Wer ein wenig Natur und Erholung sucht, der kann die Margareteninsel besuchen. Inmitten der Donau gelegen, ist der Park ideal, um Fahrrad zu fahren, für ein Picknick oder um einfach die Atmosphäre dort zu genießen. Andere Aktivitäten, die ihr dort machen könnt: den Japanischen Garten besuchen, ein Wasser-Musical der Fontäne miterleben (nur im Sommer), Open-Air Konzerte besuchen oder im Alfréd Hajós Swimming Pool schwimmen gehen.

Kettenbrücke

Die Kettenbrücke gehört auf jeden Fall zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Budapests und verbindet die beiden Stadtteil Buda und Pest miteinander. Sie ist bekannt für seine wunderschöne Architektur mit den signifikanten Löwen am jeweiligen Ende der Brücke. Am besten erkundet ihr die Kettenbrücke bei einem Spaziergang und genießt währenddessen die Aussicht auf beide Stadtteile.

Parlamentsgebäude

Das Wahrzeichen der Stadt: das Parlamentsgebäude! Es ist die beeindruckendste und imposanteste Sehenswürdigkeit von Budapest und direkt an der Donau gelegen. Das Parlamentsgebäude ist das drittgrößte der Welt (!) und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Nicht nur wegen seiner eindrucksvollen Architektur im gotischen Stil, sondern auch wegen seiner politischen Bedeutung. Das ungarische Parlamentsgebäude ist außerdem ein wunderschönes Fotomotiv von der anderen Seite der Donau aus (Buda-Seite).

Mahnmal “Schuhe an der Donau”

Wer an der Donau von der Kettenbrücke Richtung Parlamentsgebäude läuft, wird unweigerlich an diesem Mahnmal aus Schuhen vorbeikommen. Diese künstlerische Darstellung hat einen traurigen Hintergrund, denn es steht für die unschuldig ermordeten Juden während des Holocausts, die vor ihrer Hinrichtung an der Donau dazu gezwungen wurden ihre Schuhe auszuziehen. Anschließend wurden sie erschossen und in den Fluss geworfen. Es ist wichtig zu verstehen, wofür dieses Mahnmal steht, um sich dort (auch aus Respekt) entsprechend zu verhalten.

St. Stephans Basilika

Eine weitere, sehr eindrucksvolle Sehenswürdigkeit von Budapest ist die St. Stephans Basilika. Sie ist die größte Kirche der Stadt und wurde Anfang des 20. Jahrhunderts fertig gestellt. Ein Besuch lohnt sich auch hier, denn nicht nur das Innere der Kirche ist beeindruckend, auch die Kuppel lässt sich besteigen und von dort oben habt ihr einen 360 Grad Blick über die Stadt!
Travelogue-Tipp: Der Eintritt der Kirche ist frei, für den Besuch der Kuppel wird eine kleine Gebühr fällig (ca. 3€), aber es lohnt sich. Außerdem gibt es auch Aufzüge, wer die Treppen nach oben nicht nehmen kann/will.

Ungarische Staatsoper

Wer nach Budapest kommt, wird auch an dieser beeindruckenden Sehenswürdigkeit nicht vorbeikommen: die Ungarische Staatsoper. Aufgrund seiner Neorenaissance-Architektur ist diese Oper eine von Europas schönsten. Die Staatsoper liegt an der bekannten Boulevardstraße Andrássy út im Stadtteil Pest und bietet jeden Tag geführte Touren zur Besichtigung an. Bei diesen Touren könnt ihr die Staatsoper von innen sehen, ohne ein Ticket für eine Show haben zu müssen.
Travelogue-Tipp: Aufgrund von Renovierungsarbeiten konnte ich Ende März 2019 den imposanten Haupt-Innenraum nicht sehen. Am besten informiert ihr euch kurz vorher ob immer noch Arbeiten dort stattfinden und ihr den Innenraum bei einer Tour sehen könnt.

Große Synagoge/ Dohány Street Synagoge

Die Synagoge der Dohánystraße – oder auch Große Synagoge – ist die größte in Europa und sogar die zweitgrößte der Welt! Wer also einen Einblick in die jüdische Religion in Ungarn bekommen will, der sollte die Synagoge unbedingt besuchen. Innerhalb des Komplexes befindet sich ein jüdischer Friedhof und Mahnmale, die an die tausenden Opfer des Holocaust erinnern.

Jüdisches Viertel

Das Jüdische Viertel gehört zu den beliebtesten in ganz Budapest. Hier findet ihr einen Mix aus modernen Cafés, Ruinenbars, angesagten Restaurants, Biergärten, Streetart, Vintageläden und auch jede Menge Geschichte (wie z.B. in der Großen Synagoge). Besonders am Wochenende ist das Viertel aufgrund der zahlreichen Bars und Clubs sehr beliebt. Dadurch, dass unsere kleine Wohnung mitten im Jüdischen Viertel lag, haben wir es auch am besten kennen und lieben gelernt. Diese Gegend sollte auf jeden Fall auf eure To-Do-Liste!

Ruinenbars

Bevor ich nach Budapest gekommen bin, wusste ich nicht, dass es sowas wie “Ruinenbars” gibt und sie so angesagt sind. Das Besondere daran ist, dass sich die Bars in baufälligen “Ruinen” bzw. heruntergekommenen Gebäuden befinden. In Budapest gibt es zahlreiche dieser Ruinenbars, eine der bekanntesten ist aber die Ruinenbar Szimpla Kert. Man sagt, diese Bar ist der Ursprung der Ruinenbar-Bewegung und definitiv einen Besuch wert. Selbst wenn ihr nur begrenzt Zeit in Budapest habt, das Szimpla Kert mit seiner individuellen Art und einzigartigen Dekoration solltet ihr unbedingt besuchen!

 

What to eat & drink in Budapest

Budapest ist eine Stadt verschiedenster Einflüsse und das spiegelt sich auch beim Essen und Trinken wider. Die Vielfältigkeit ist groß und es braucht definitiv mehr als ein langes Wochenende, um annähernd alle guten Restaurants, Bars und Cafés besuchen zu können. Aber auch hier gilt: wenn ihr in Budapest seid, dann solltet ihr zumindest die folgenden Dinge probieren:

Langos

Ich weiß nicht, warum ich vorher noch nie Langos gegessen habe, vielleicht weil es bei uns nicht so bekannt ist? Wer die ungarische Spezialität Langos (auch) nicht kennt: es ist ein Fladen aus Hefeteig, der in Fett gebacken wird. Den Belag wählt man dann anschließend selber – also z.B. eher süß oder herzhaft. Für mich ein kleines kulinarisches Highlight!

Traditioneller Baumkuchen (Chimney)

Ungarischer Baumkuchen (oder auch Baumstriezel genannt) ist ein Kuchen aus Hefeteig, der über offenem Feuer bzw. durch Heizstäbe gebacken wird. Der Teig wird spiralförmig um eine runde Form gelegt, weshalb er den Namen Baumkuchen bekommen hat. Der Kuchen wird traditionell mit viel Zucker hergestellt und es gibt außerdem noch verschiedene Geschmacksrichtungen, wie Vanille, Nuss etc. Auch wenn so ein Baumkuchen nicht nach viel aussieht, er ist ziemlich mächtig.

Gulaschsuppe

Ein Klassiker aus Ungarn: die Gulaschsuppe. Auch wenn das Gericht nicht sonderlich ausgefallen oder speziell ist, gehört es für mich dennoch zu den Dingen, die man in Budapest einmal probieren sollte. Und ob die Gulaschsuppe oder das Gulaschgericht dann dort besser schmeckt als von Mutter daheim – die Entscheidung bleibt jedem selbst überlassen.

Budapests Kaffeekultur

Ich liebe Kaffee! Und umso mehr liebe ich Orte und Städte, die eine ausgeprägte Kaffeekultur haben. Wo es in Cafés Siebträgermaschinen mit Baristas gibt und keine Kaffeevollautomaten. Oft wähle ich die Cafés tatsächlich danach aus. Budapest ist so eine Stadt, in der es viele richtig gute Cafés mit hervorragendem Kaffee gibt. Meine Empfehlung: probiert unbedingt ausgefallene Kaffeevarianten (z.B. im Café FREI).

 

Travelogue-Tipps

Budapest ist eine Stadt, die sich trotz ihrer Größe sehr gut zu Fuß erlaufen lässt. Besonders im Stadtteil Pest liegen viele Sehenswürdigkeiten nah beieinander. Wem einige Entfernungen zu weit sind, der kann sich entweder ein Wochenend-Ticket (72 Stunden-Ticket) für die öffentlichen Verkehrsmittel kaufen (ca. 13€ | Stand 03/2019) oder aber auch Einzeltickets für die Tram. Das Infrastrukturnetz ist gut ausgebaut, sodass ihr überall mit dem Bus oder der Tram hinkommt. Alternativ gibt es auch in Budapest die Hop-on Hop-off Busse.

***

Budapest ist für mich die perfekte Destination für einen wunderschönen Wochenend-Trip! Außergewöhnliche Architektur, zahlreiche Sehenswürdigkeiten, hervorragende Restaurants, coole Cafés, einzigartige Bars und mehr als ein Aussichtspunkt mit Panoramaaussichten machen die Stadt sehenswert. Außerdem: in Budapest gibt es einige Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten, die kaum bis gar nichts kosten und die Preise vor Ort sind ebenfalls günstig. Für mich hat Budapest so viel zu bieten, dass ich sehr gut verstehen kann, warum sie zu den Top Städten in Europa zählt!

 

HIER findet ihr die besten Café und Bars in Budapest

HIER findet ihr die schönsten (Panorama-) Aussichten über Budapest

 

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