Schottland Roadtrip: die Route (für 1 Woche)

By 28. Januar 2017 Anna, Ausflugstipps, Destinationen, Schottland

Eine neue Reise – ein neuer Roadtrip! Dieses Mal führte mich mein Fernweh ins wunderschöne Vereinigte Königreich, nach Schottland. Mir war klar, dass ich das Land mit seinen schönen Landschaften in Ruhe und individuell erkunden möchte. Heißt: Auto mieten und den Roadtrip durch Schottland planen. Bei der Planung für die Route (für 1 Woche) waren mir 2 Dinge wichtig: 1. ich möchte möglichst viel vom Land sehen und 2. ich will mir dennoch soviel Freiraum lassen, dass ich alles in Ruhe erkunden kann.
Wer also ebenfalls einen Roadtrip in Schottland plant, dem hilft vielleicht meine Reiseroute und -tipps für eine unvergessliche Zeit!

 

Start: Edinburgh

Meine Schottland-Reise beginnt in Edinburgh – genauer gesagt am Flughafen der Hauptstadt. Dort holen wir den Mietwagen ab und ich sitze erstmal ein paar Minuten im Auto (rechts hinterm Steuer), um mich mental darauf vorzubereiten, dass ich die nächsten Tage auf der falschen aka linken Seite fahren werde.
Ich wusste nicht genau, was mich in Edinburgh erwarten wird und wie ich es finden würde – immerhin hatte ich gelesen, dass die Stadt eher dunkel und mystisch sein soll. Um es kurz zu machen: ich liebe diese Stadt! Sie ist in jedem Fall mystisch und etwas geheimnisvoll, aber gleichzeitig wunderschön und es gibt super viel zu entdecken.

Hier geht’s zum Edinburgh City Guide.

Unterkunft: Cairn Hotel

 

1. Stopp: Loch Lomond

Nachdem wir 2 Tage in Edinburgh verbracht haben, ist es an der Zeit unseren Roadtrip endlich zu starten! Wir brechen auf Richtung Loch Lomond: ein See, der nordwestlich von Glasgow liegt. Loch Lomond befindet sich innerhalb des Nationalparks Loch Lomond and the Trossachs. Der Nationalpark gehört zu den schönsten in ganz Schottland und sollte definitiv auf die Roadtrip-Reiseziel-Liste. Kleiner Hinweis: je weiter man in den Nationalpark hineinfährt, desto schöner werden die Landschaften, aber desto schmaler auch die Straßen!

Unterkunft: Queen of the Loch

 

2. Stopp: Glencoe

Wir verlassen Loch Lomond und den Nationalpark und fahren weiter nördlich: unser nächstes Ziel ist Glencoe – genauer gesagt der kleinere Ort Fort William. Unser Grund für unseren Stopp in Fort William ist kein geringerer als die Fahrt mit dem Jacobite Steam Train aka Hogwarts Express (yaaay!). Auf dem Weg nach Fort William halten wir jedoch auch unzählige Male, weil die Landschaft dort einfach nicht von dieser Welt ist! Ich würde für diese Strecke auch etwas mehr Zeit einplanen, denn hinter jeder Kurve verbergen sich neue wunderschöne Landschaften und Ausblicke.

Unterkunft: Park View Bed & Breakfast

 

3. Stopp: Isle of Skye (Portree)

Unser 3. Stopp ist die wunderschöne Isle of Skye – aber bevor wir die Insel erkunden, halten wir auf auf dem Weg dorthin noch beim Eilean Donan Castle. Diese Burg kommt einigen vielleicht bekannt vor, da sie bereits in einigen Filmen als Kulisse diente.
Nach einem Stopp beim Eilean Donan Castle geht es endlich weiter zur Isle of Skye: die Insel, die wohl zu den bekanntesten Schottlands gehört und das auch zurecht. Im Nachhinein hätte ich gern mehr Zeit dort verbracht: eine Nacht auf der Insel ist einfach zu wenig, um diesen schönen Ort in Ruhe zu erkunden. Meine Highlights dort: die Fairy Pools und Quiraing!

Hier habt ihr den Beweis, dass die Isle of Skye das Schönste ist, was ihr je sehen werdet.

Unterkunft: Cul Na Creagan (B&B)

 

4. Stopp: Loch Ness

Nachdem wir 2 Tage auf der Isle of Skye verbracht haben, steht noch ein ‚Must-See‘ auf unserer Liste: Loch Ness. Es stand natürlich außer Frage, dass auch wir unser Glück bei der Suche nach Nessi versuchen wollten. Unser Ziel war Inverness, die Stadt, die direkt am Loch Ness gelegen und auch für sich schon einen Besuch wert ist. Als wir die Bootstour auf dem Loch Ness machen, halten wir Ausschau nach Nessi – ob wir sie gesehen haben oder nicht?! Vielleicht, vielleicht aber auch nicht…

Unterkunft: Invernevis Bed & Breakfast

 

5. Stopp: Edinburgh

Bevor wir zurück nach Edinburgh fahren, machen wir einen Abstecher zum Balmoral Castle. Das Schloss liegt im Osten von Schottland, in Aberdeenshire. Balmoral Castle ist die Sommerresidenz der Königin Elizabeth II. und das ist auch der Grund, warum wir vom Schloss so gar nichts gesehen haben. Die Queen hält sich dort von August bis Oktober auf und während unserer Reisezeit im September war sie dort, sodass eine Besichtigung ausgeschlossen war. Im Nachhinein haben wir erfahren, dass die Königin ihr Anwesen regelmäßig von Anfang April bis Ende Juli für Besucher öffnet.
Vom Balmoral Castle aus machen wir uns dann letztendlich auf den Weg zurück nach Edinburgh, wo wir am nächsten Tag den Rückflug antreten.

Unterkunft: Ibis Airport Hotel

 

Travelogue-Tipps:

Verkehr
Kommen wir zu einem sehr wesentlichen und wichtigen Punkt: in Schottland herrscht Linksverkehr! Und ich kann jetzt aus Erfahrung sagen (es war mein 1. Mal Linksverkehr), dass man seine Zeit zum Eingewöhnen braucht. Bei mir hat es so 2-3 Tage gedauert, bis ich -fast- instinktiv auf der „richtigen“ Seite gefahren bin. Wem das links fahren am Anfang schwer fällt, der sollte erst auf Landstraßen üben und sich dann in den Stadtverkehr wagen. Noch ein Tipp: mietet euch einen Automatik-Wagen, mit links schalten ist (zumindest für Rechtshänder) auch gewöhnungsbedürftig und gar nicht so einfach.
Was ebenfalls in ländlichen Gebieten öfter der Fall ist: single track roads = einspurige Straßen. An manchen Stellen eine kleine Herausforderung, da die Seitenränder der Straßen oft nicht befahrbar (bzw vorhanden) sind. Und immer dran denken: bitte links ranfahren, nicht rechts.

Unterkünfte
In Schottland ist es üblich in B&Bs (Bed & Breakfast) zu übernachten. Das ist auch die einfachste Art zu reisen, da man sich ja eh meistens nach dem Frühstück wieder auf den Weg macht. Während meiner Zeit in Schottland habe ich durchweg positive Erfahrungen mit den B&Bs gemacht. Die Menschen dort sind sehr gastfreundlich und offen, sodass man sich schnell wohlfühlt. Mein Tipp: es ist sinnvoll die Unterkünfte vorher zu buchen, da Schottland außer in den Städten recht dünn besiedelt ist und somit die Wahrscheinlichkeit, eine Unterkunft spontan zu finden, geringer ist.

Wetter
Das Wetter in Schottland ist eben „typisch Großbritannien“: durchwachsen, etwas kälter als bei uns zur gleichen Zeit und mit Regen muss man auch zu jeder Zeit rechnen. „Mit etwas Glück hat man in Schottland 4 Jahreszeiten – an einem Tag!“. Das trifft es ziemlich genau und deshalb sollten eine Regenjacke und wasserfeste Schuhe im Gepäck nicht fehlen.

Essen & Trinken
Achja, die Schotten und ihre Spezialitäten! Da wären der berühmte Haggis (Schafsmagen), Black Pudding (Fleischgericht aus gebackenem Schweineblut), Fish & Chips, Indisches Essen etc. Da ich mich gern durch nationale Gerichte durchprobiere, musste auch das oben genannte auf den Teller. Zu meiner Verwunderung fand ich Haggis relativ lecker. Den Black Pudding habe ich probiert, war aber nicht ganz nach meinem Geschmack. Was auf jeden Fall hilft: nicht darüber nachdenken, was man grade isst.
In Schottland hat man die Möglichkeit, die unterschiedlichsten Biersorten zu testen. Außerdem ist das Land bekannt für seinen Whiskey, den man unbedingt probieren sollte.

 

Habt ihr noch Tipps für einen Roadtrip durch Schottland? Ein paar schöne Orte, die auch besucht werden sollten?

xx Anna

 

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3 Comments

  • Reply Julia 29. Januar 2017 at 12:43

    Hi Anna,

    da werd ich gleich wieder wehmütig und wünsche mich nach Schottland zurück, wenn ich deinen Post lese… Wir hatten damals fast die gleiche Router, allerdings haben wir uns statt Balmoral Highland Games in der Nähe von Pitlochry angeschaut. Kann ich nur empfehlen, ein richtig entspannter Tag mit Festivalatmosphäre, jeder Menge Männern in Kilts und Dudelsackkonzerten ;-)

    LG, Julia

    • Reply thetravelogue 29. Januar 2017 at 20:33

      Oh das hört sich auch richtig gut an. Beim nächsten Mal würde ich mir liebend gern sowas angucken :) Danke für den Tipp!
      Liebe Grüße Anna

  • Reply 10 Orte in Schottland, die man unbedingt sehen sollte | THE TRAVELOGUE 5. März 2017 at 15:01

    […] wechselhaftes Wetter, freundliche Schotten und grün, soweit das Auge reicht. Einer der schönsten Roadtrips, die ich bisher gemacht habe, führte mich durch das wunderschöne Land im Vereinigten Königreich. […]

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