Safari in Tansania: die weiten Ebenen der Serengeti

By 3. Dezember 2017 Afrika, Allgemein, Anna, Destinationen, Rund um die Welt, Tansania

Wildlife in the Serengeti…

Wir waren angekommen: dort, wo die Natur eine Oase für wilde Tiere geschaffen hat und was jedes Jahr unendlich viele Besucher anzieht – in der berühmten Serengeti in Tansania! Auch wir waren aus einem einzigen Grund hier: Wildtiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Und wo sollte das besser möglich sein als im ältesten und bekanntesten Nationalpark des Landes?

 

4. Stopp: Serengeti Nationalpark

Die komplette Serengeti erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 30.000 km² vom Norden Tansanias bis nach Kenia. Es wird also nicht umsonst „die weite Ebene“ genannt und der Serengeti Nationalpark ist ein Teil davon. Wenn von der Serengeti die Rede ist, denken viele an den Nationalpark, welcher etwa die Hälfte der gesamten Serengeti einnimmt (ca. 15.000 km²) und zum Weltnaturerbe gehört. Und genau hier beginnt der wohl beeindruckendste Teil meiner Afrikareise!

 

Gamedrive in der Serengeti

Eins kann ich vorweg nehmen: es geht für mich tatsächlich nichts über einen Gamedrive in der Serengeti! Es ist ein besonderes Erlebnis, allein schon wegen der unendlichen Vielfalt von Tieren in diesem Teil Afrikas. Das Gefühl, dass man sich inmitten dieser wilden Tiere bewegt, das Dach des Jeeps geöffnet ist, den Fahrtwind im Gesicht und den Blick in die Ferne gerichtet hat, ist unbeschreiblich! Könnte ich meine Safari noch einmal planen, ich würde mich für einen längeren Aufenthalt dort entscheiden, auch wenn 2 Nächte und fast 3 Tage ein guter Anfang sind.

Unser erster Gamedrive startet morgens nach dem Frühstück. Wir fahren raus in die weite Ebenen und unser Ziel ist klar: wir wollen unbedingt unsere ersten Löwen sehen! Unser Guide lächelt und versichert uns, dass wir definitiv welche sehen würden. Er sollte recht behalten: Nach kurzer Zeit entdecken wir bereits ein älteres Männchen mit schwarzer Mähne – der König der Löwen! Aber damit nicht genug: wir erleben wie ein kleines Löwenrudel ein grade erst erlegtes Zebra verspeist und das mitten auf der Straße. Da fühlt man sich direkt wie bei National Geographic, nur dass es live ist und wir mitten drin sind.

 

Der nächste Tag beginnt früh und zwar aus gutem Grund: wir wollen den Sonnenaufgang mitten in der Serengeti sehen. Das heißt aber auch, dass wir um 6 Uhr morgens startklar sein müssen. Als die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erscheinen und die Ebene der Serengeti in ein warmes Licht tauchen, stehen wir bereits oben offen im Jeep und genießen jeden Augenblick. Vor uns kreuzt eine Herde Elefanten mit ihren Kälbern die Straße, zwei Hyänen streifen auf der Suche nach Beute durch den Busch und Zebra- und Gnuherden machen sich auf den Weg zum nächsten Wasserloch. Wir (ok, es war unser Guide) entdecken einen schlafenden Leopard im Baum, machen Bekanntschaft mit einem Gepard und beobachten ein Löwenrudel aus wenigen Metern Entfernung. Außerdem überquert eine Giraffe neben unserem Auto die Straße, wobei sie so nah kommt, dass man sie hätte berühren können.

 

Camping in der Serengeti

Nachdem wir bereits 2 Nächte im Zelt am Lake Natron verbracht hatten, war ich gespannt, was uns in der Serengeti im Camp erwarten würde. Die Vorstellung davon, mitten in der Wildnis zwischen Löwen, Elefanten, Giraffen, Hyänen und Co. nur in einem Zelt zu übernachten, war nochmal ein anderes Erlebnis und irgendwie surreal. Gleichzeitig aber sind es diese Momente, an die ich mich immer wieder erinnern werde. Und wenn wir ehrlich sind, gehört das eben auch zu einem richtigen Safari-Erlebnis dazu: wenn du nicht in der Wildnis campen warst, warst du dann überhaupt da?!
Auch in der Serengeti haben wir wieder im Halisi Camp eingecheckt – ich konnte mir also sicher sein, dass es toll werden würde. Aber nicht nur unser geräumiges Zelt, das leckere Essen oder das freundliche Personal sind mir in bleibender Erinnerung geblieben: es war der Moment, als ich im Bett lag und das Brüllen der Löwen und Lachen der Hyänen in nicht allzu weiter Entfernung gehört habe, der dieses Erlebnis zu den aufregendsten während der Reise gemacht hat. Da wird einem klar, dass man tatsächlich mitten in der Serengeti unter wilden Tieren schläft! Und nichts außer diese Zeltwand steht zwischen dir und den Tieren. Angst hatte ich jedoch zu keinem Zeitpunkt, da ich wusste, dass die Guides und das Camp-Personal immer wachsam sind.

 

Wenn ich mich für einen Nationalpark in Tansania entscheiden müsste – die Serengeti wäre mein Wahl! Manchmal kann ich immer noch nicht glauben, dass ich wirklich dort war und das alles erlebt habe.

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3 Comments

  • Reply Safari in Tansania: Ngorongoro Krater | THE TRAVELOGUE 14. Januar 2018 at 19:47

    […] Norden ist der Ngorongoro Krater. Nachdem wir bereits ein paar Tage unterwegs waren und in der Seregenti schon sehr viel erlebt hatten, war ich sehr gespannt, was uns dort im und am Krater erwarten […]

  • Reply Tabitha 2. April 2018 at 11:46

    Wunderbare Inspiration!
    Habt Ihr eine Tour gebucht oder die Fahrten selbst organisiert unternommen?

    • Reply Anna 2. April 2018 at 21:53

      Vielen Dank, das freut mich! Wir haben die Safari als Tour mit einem Guide/ Fahrer gebucht. Da ich vorher noch nie in Afrika oder Tansania war, wusste ich überhaupt nicht, was mich erwartet.. da wollten wir die Vorteile eines Guides nutzen. Man kennt sich in den Nationalparks eben auch nicht aus, man muss sich nicht selber um den Einlass zum Park (Formalitäten) kümmern, etc. Außerdem ist es oft von Vorteil, dass die Guides sich untereinander austauschen (bzgl. Tiersichtungen).
      LG Anna

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