Safari in Tansania: Lake Natron

By 12. November 2017 Afrika, Allgemein, Anna, Ausflugstipps, Destinationen, Rund um die Welt, Tansania

Life on safari…

Zu Beginn meiner Rundreise durch den Norden Tansanias stand schnell fest, dass wir auch campen würden – ohne fließendes Wasser, Strom nur stundenweise und vom Handyempfang brauchen wir gar nicht erst reden. Nachdem wir Lake Manyara verlassen, verbringen wir noch eine Nacht in Karatu bevor es heißt: 5 Stunden zur nördlichen Grenze Tansanias Richtung Lake Natron ins Camp!

3. Stopp: Lake Natron

Die Gegend um den Natronsee zieht nicht viele Touristen an, weil sie auf den ersten Blick sehr lebensfeindlich erscheint. Während unserer langen Jeepfahrt dorthin geht es über holprige Pisten und durch staubige Landschaften. Wir durchqueren ein paar Massaidörfer und hin und wieder kreuzen ein paar Gazellen und Zebras unseren Weg, die in dieser Umgebung tatsächlich noch etwas Ess- und Trinkbares finden. Als wir unserem Ziel, dem Halisi Camp am Lake Natron, näher kommen, sehen wir bereits den Vulkan, der die Landschaft dort mehr als alles andere prägt: der Ol Doinyo Lengai, auch Gottesberg genannt.

 

What to do

Eins vorweg: die Gegend am Lake Natron ist nicht für für klassische Gamedrives gedacht, obwohl man trotzdem ein paar Tiere sichten kann. In erster Linie eignet sich die Gegend dort sehr gut für Wanderungen jeglicher Art: zum Vulkan, zum Natronsee und sogar Wanderungen zu Wasserfällen sind dort möglich (und absolut empfehlenswert!).

 

Wanderung zum Lake Natron

Unsere Wanderung vom Halisi Camp zum Lake Natron unternehmen wir gemeinsam mit einem Massai, da er die Gegend bestens kennt und uns während der Wanderung auch Wissenswertes zu Pflanzen und der Gegend erzählt. Die Wanderung dorthin dauert etwa 1 Stunde pro Weg und währenddessen laufen wir durch Gnu- und Zebraherden, die uns interessiert beobachten. Auch eine wunderschöne Erfahrung: das Gefühl zwischen diesen Tieren zu laufen ohne im (schützenden) Auto zu sitzen. Als wir den See erreichen sehen wir tausende Flamingos (man sagt es können über 2 Millionen sein!), die den See bewohnen. Von der leicht rötlichen Färbung des Sees, die durch Krebse verursacht wird, sehen wir an diesem Tag leider nicht so viel: ein kleiner mittelschwerer Sandsturm zieht über die Gegend.

 

Wanderung zum Wasserfall

Um ehrlich zu sein war ich wirklich skeptisch, wo in dieser trockenen und staubigen Landschaft ein Wasserfall sein soll… Wir fahren mit unserem Guide und dem Massai zum Eingang eines Canyons, denn von dort geht es nur noch zu Fuß weiter. Die ersten paar Meter sind noch einfach zu laufen, aber recht schnell müssen wir zum ersten Mal durchs Wasser waten und den Fluss Ngare Sero durchqueren: hier gibt es keine Wanderwege mehr. Teilweise laufen wir durch den Fluss, dann wieder entlang der steilen Klippen, um nach ca. 45 Minuten endlich den Wasserfall und eine versteckte, wunderschöne Oase zu finden! Wir sind am Ziel und gehen erst einmal eine Runde schwimmen.
Die gesamte Wanderung dauert etwa 2 Stunden und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Falls ihr also mal zum Lake Natron kommt, dann solltet ihr unbedingt eine Wanderung zum Wasserfall mit einplanen. Kleiner Tipp: zieht rutschfeste (!) Schuhe an, die nass werden können und packt elektronische Geräte (Kamera, Handy, etc.) in eine wasserdichte Hülle.

 

Camping am Lake Natron

Darauf freue ich mich seit Beginn meiner Safari in Tansania: Camping in der Wildnis! Am Lake Natron ist es endlich soweit und wir beziehen unser erstes Zelt. Das Halisi Camp beherbergt ca. 10 Zelte von unterschiedlicher Größe und Austattung: wir haben die einfache Variante gebucht, was bedeutet, dass wir zwar Betten in unserem Zelt stehen haben, Dusche, Toilette und Waschbecken befinden sich aber draußen bzw. in separaten Zelten. Im Nachhinein würde ich diese Variante nicht noch einmal buchen, da es durchaus etwas umständlich sein kann, nachts im Dunkeln ohne Licht und Strom Zähne zu putzen oder auf Toilette zu gehen. Abgesehen davon, dass das auch etwas unheimlich ist, schließlich gibt es hier durchaus wilde Tiere, die du nicht sehen kannst, sie aber wahrscheinlich dich ;-)
Am 2. Abend bekommen wir ein „Zelt-Upgrade“ und dürfen umziehen: unser Zelt hat jetzt ein integriertes Bad und super viel Platz! Ich fühle mich direkt wohl und will gar nicht mehr ausziehen. Das Wasser ist natürlich auch hier nicht fließend, aber immerhin haben wir ein bisschen Strom und müssen im Dunkeln nicht unbedingt noch raus.

Das Halisi Camp ist nicht groß, aber es beschäftigt mindestens so viele Mitarbeiter wie Gäste zu Besuch sind. Und Gastfreundschaft wird in Tansania sehr groß geschrieben. Wir müssen nicht einmal unser Gepäck selber tragen, im Dunkeln nie alleine zum Zelt laufen und bekommen abends sogar ein 3-Gänge-Menü. Wenn das nicht schon schön genug wäre, laufen auch immer mal wieder Giraffen in der Nähe des Camps vorbei! Und hatte ich schon erzählt, wie wunderschön die Sonnenuntergänge dort sind?

 

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