Death Valley – ein Trip ins Tal des Todes

By 11. Juni 2017 Anna, Ausflugstipps, Destinationen, Kalifornien, Nevada, Rund um die Welt, USA

Wer auf einem Roadtrip von Las Vegas zurück nach Los Angeles ist, der wird vielleicht auch hier einen Stopp einlegen: im Death Valley oder auch „Tal des Todes“! Der trockenste Nationalpark der USA liegt in der Mojave-Wüste und befindet sich zum größten Teil in Kalifornien, nur ein kleiner Teil liegt im Bundesstaat Nevada. Was das Death Valley so besonders macht, ist nicht nur seine Lage (der tiefste Punkt dort liegt 86 m unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste Punkt des amerikanischen Kontinents!), sondern auch seine wirklich unglaublich trockene und vor allen Dingen heiße Landschaft. In den Monaten von Mai bis September ist es aufgrund der hohen Temperaturen daher nicht so ratsam, dort einen Abstecher hinzumachen – das Thermometer erreicht dann Werte von 35-45 Grad Celsius!

 

So oder so lohnt sich ein Trip ins Tal des Todes aber auf jeden Fall, denn die Landschaft dort ist gefühlt nicht von dieser Welt. Innerhalb weniger Kilometer ändern sich die Aussichten immer wieder und bieten einem eine noch spektakulärere Landschaft. Auch wenn es dort sehr trocken ist und gefühlt wirklich kaum etwas wächst (geschweige denn grün ist), hat mich das Death Valley fasziniert. Eben weil es dort so aussieht, wie es aussieht.

Bei unserem Trip ins Tal des Todes (das war im April) haben wir beschlossen, uns bereits früh morgens auf den Weg von unserer Unterkunft außerhalb des Nationalparks dorthin zu machen. Denn morgens sind die Temperaturen noch erträglich, ab Mittag wird es dann ungemütlich heiß. Für längere Spaziergänge/ Ausflüge eignen sich nur die frühen Morgenstunden. Was man im Death Valley so alles sehen und erleben kann, das zeige ich euch jetzt:

 

What to see

Zabriskie Point

Der Zabriskie Point ist einer der surrealsten Orte im Death Valley und liegt am Highway 190. Der Aussichtspunkt bietet einen wirklich atemberaubenden Blick auf die Erosionslandschaft und den tiefergelegenen Salzsee Badwater.

 

Badwater Basin

Hier liegt er: der tiefste Punkt in Amerika und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten im Death Valley. Das Badwater Basin ist durch seine Lage auch einer der heißesten Punkte in den USA. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall und auch wenn es inmitten dieser Salzwüste nicht viel zu sehen gibt, ist es ein Erlebnis durch diese Umgebung zu laufen.

 

Dantes View

Dantes View ist ein weiterer Aussichtspunkt im Death Valley, der oberhalb vom Badwater Basin zu finden ist. Dieser Ort ist sehr beliebt, da er einen wunderbaren Blick runter in das Death Valley bietet – von hier sieht man nicht nur den Salzsee, sondern auch sehr gut die Panamint Mountains auf der gegenüberliegenden Seite.

 

Harmony Borax Works

Diesen Ort haben wir eher durch Zufall entdeckt, da er in der Nähe des Highway 190 liegt: die verlassene Stätte Harmony Borax Works. Borax ist ein Mineral, welches an dieser Stelle vor Jahrzehnten abgebaut und weiterverarbeitet wurde. Wie die Menschen damals gearbeitet haben, kann man sich nur annähernd vorstellen, wenn man dort steht.

 

Racetrack Playa

Die „wandernden Felsen“ sind ein Phänomen, welches man im Nordwesten des Death Valley sehen kann. Lange Zeit war nicht klar, warum sich diese Felsen von ganz allein durch die Wüste bewegen und dabei kilometerweite Schleifspuren hinterlassen. Wissenschaftler sind sich aber einig, dass gefrorenes Eis eine Ursache ist, da die Steine sich meistens im Winter fortbewegen.

 

Travelogue-Tipps:

Wasser: Versteht sich eigentlich von selbst: in dieser lebensfeindlichen Umgebung mit seinen heißen Temperaturen sollte man unbedingt ausreichend Wasser dabeihaben. 3-4 Liter pro Person sind ein guter Richtwert. Lieber zu viel als zu wenig.

Kleidung: Aufgrund der hohen Temperaturen sollte man sich luftig anziehen und unbedingt etwas für den Kopf mitnehmen (Cap, Hut, etc)!Die Sonne knallt echt erbarmungslos von oben herunter. Bei längeren Spaziergängen, Erkundungen oder Wanderungen bietet sich sogar eine lange Hose an, hier und da gibt es dort auch Klapperschlangen.

Gesundheit: Vorab sollte eins klar sein: unterschätzt die Hitze dort nicht! Ich vertrage große Hitze selber leider auch nicht so gut, weshalb wir uns nie zu lange draußen aufgehalten und nur für kleine Erkundungen (ca. 30 Minuten) das Auto verlassen haben. Wer also merkt, der Kreislauf macht schlapp oder einem wird schwindelig, dann sofort raus aus der Sonne und viel trinken.

Auto & Tanken: Im Death Valley gibt es keine Möglichkeit das Auto zu tanken oder irgendwas einzukaufen (außer vielleicht im Furnace Creek Visitor Center & Museum), daher wäre es schon gut, wenn das Auto vollgetankt ist ;) Darüber hinaus achtet hin und wieder auf die Temperatur des Motors – lieber das Auto einmal mehr ausmachen und abkühlen lassen, bevor ihr mit Motorschaden in der Wüste liegenbleibt. Und ja, dadurch sind dort schon Menschen ums Leben gekommen!

Eintritt: Das Tal des Todes ist ein Nationalpark und kostet somit leider auch Geld. Für 20$ kann man 7 Tage lang das Death Valley besuchen. Wer einen Nationalpark-Jahrespass besitzt, zahlt hier dann nichts extra.

 

xx Anna

Teil' den Beitrag...Share on FacebookPin on PinterestEmail this to someoneTweet about this on Twitter

You Might Also Like

No Comments

    Leave a Reply

    *