3 Tage in Panama City

By 7. April 2018 Allgemein, Anna, Destinationen, Mittelamerika, Panama, Rund um die Welt
Panama-City

Was weiß man schon groß über Panama? Zugegeben war mir nicht viel über dieses relativ kleine Land in Mittelamerika bekannt, aber grade das machte für mich den Reiz aus, es einmal zu besuchen. Meine Reise in Panama startet – wie für die meisten wohl – mit der Ankunft in Panama City! Die Hauptstadt des Landes kannte ich vorher nur von Fotos und ein paar Reiseberichten, mehr war mir nicht bekannt. Grund genug das zu ändern und so viel wie möglich in 3 Tagen in Panama City zu entdecken…

What to see

Altstadt Casco Viejo

Eine der schönsten Altstädte, die ich je gesehen habe! Die Altstadt von Panama City ist Weltkulturerbe und gehört zu jedem Besuch dazu. An jeder Ecke sieht man eindrucksvolle Kolonialgebäude in wunderschönen Pastellfarben. Teilweise perfekt erhalten und restauriert, teilweise aber auch in die Jahre gekommen. Aber grade das ist es, was die Altstadt Casco Viejo ausmacht. Am besten schlendert man durch die kleinen Gassen, beobachtet auf einem der schönen Plätze das Treiben und stöbert bei den vielen Ständen nach einem Panama-Hut – die übrigens streng genommen gar nicht aus Panama kommen.
Für einen schönen Ausblick (und einen Drink) auf die Alt- und Neustadt kann ich euch die Dachterrasse vom Tantalo Hotel oder vom Hotel Casa Panama empfehlen.

 

Panamas Neustadt

Panama City ist unglaublich modern (geworden) und so findet ihr dort auch einen sehr neuen Teil mit vielen Wolkenkratzern und fortschrittlicher Architektur. Kaum ein Hochhaus steht dort länger als 10-15 Jahre! Hier in diesem Teil der Stadt prägen die Wolkenkratzer die Skyline und die ist ziemlich beeindruckend. Das Bild erinnert mich ein wenig an Miami, wohl auch wegen seiner unmittelbaren Lage zum Wasser. Definitiv einen Besuch wert, am besten natürlich mit einer Aussicht auf die Skyline, u.a. vom Hard Rock Hotel aus.

 

Panama Kanal

Was wäre ein Besuch in Panama City ohne den berühmten Panama Kanal gesehen zu haben?! Er ist definitiv eins der Wahrzeichen der Stadt – oder auch des Landes – und gehört bei einem Städtetrip unbedingt dazu. Der Panama Kanal ist ein wahres Wunder, wenn man bedenkt, dass diese Wasserstraße über knapp 82 km einmal durch das Land führt und zwei Ozeane – Atlantik und Pazifik – miteinander verbindet. Was muss es an Kraft, Arbeit und Zeit gekostet haben, diesen Kanal vor ca. 120 Jahren zu bauen!
Wer den Kanal besuchen und so nah wie möglich an den Schleusen sein will, der fährt am besten zum Besuchercenter der Miraflores-Schleusen. Der Eintritt dort kostet 15$ (Stand 11/2017) und hat neben einem kleinen Museum auch eine Besucherterrasse, auf der man eine wirklich gute Aussicht auf den Kanal hat. Wir haben unglaubliches Glück an diesem Tag und können dabei zusehen, wie ein riesiges Containerschiff durch den Kanal geschleust wird.
Kleiner Tipp: der Panama Kanal ist extrem beliebt, daher rechnet mit vielen anderen Touristen. Auf der Dachterrasse macht es Sinn sich vorne an das Geländer zu stellen – falls ihr gute Fotos und einen freien Blick auf die Schleuse haben möchtet.

 

Panama Bay / Causeway de Amador

Etwas außerhalb vom Stadtzentrum gelegen befindet sich am Ende des ‚Causeway de Amador‘ die Panama Bay oder auch Bahia de Panama genannt. Wenn man bis zum Ende zur Isla Flamenco fährt, hat man eine schöne Aussicht auf die Skyline der Stadt. Außerdem gibt es dort noch ein kleines Shoppingcenter, ein paar Restaurants und Cafés sowie das berühmte „Panama“-Zeichen.

 

Ancon Hill

Wer auf der Suche nach einer tollen Aussicht über Panama Stadt ist, der sollte den Ancon Hill besuchen. Dies ist quasi der Hausberg – oder besser Hügel – der Stadt. Was man beim Besuch von Ancon Hill jedoch beachten sollte, sind die Öffnungszeiten: man kann dort tatsächlich nur von 9-17 Uhr hoch. Der Aufstieg dauert ca. 20-30 Minuten. Mit ein bisschen Glück entdeckt man auf dem Weg nach oben noch Faultiere oder Tukane in den Bäumen.

 

Where to go – Tagesausflüge

Von Panama Stadt aus lassen sich sehr gut ein paar Tagestouren ins Land unternehmen. Wer also den ein oder anderen Tag etwas außerhalb der Stadt unternehmen möchte, kann unter anderem einen der Nationalparks besuchen oder aber auch die Kultur eines Indianer-Stammes kennen lernen.

Soberania Nationalpark

Panama ist so unfassbar grün, dass man auch in Panama City nie weit vom nächsten Nationalpark oder dem Dschungel entfernt ist. An unserem letzten Tag in der Stadt wollten wir noch etwas wandern gehen, also beschlossen wir zum Soberania Nationalpark zu fahren (bzw uns fahren zu lassen). Dieser Nationalpark liegt ca. 25 km außerhalb der Stadt und ist mit dem Auto in 30-40 Minuten zu erreichen. Somit also sehr gut für einen Tages- oder Halbtagesausflug geeignet.
Es gibt dort verschiedene Wanderwege, die man je nach Zeit und Laune gehen kann. Wer übrigens während seines Aufenthaltes in Panama City noch ein paar Wildtiere sehen möchte: hier stehen die Chancen ziemlich gut! Ich habe 2 Faultiere, ein paar Kapuzineraffen und einen Nasenbären gesehen und das in grade einmal 2 Stunden.

 

Embera Indianer im Chagres Nationalpark

In Panama leben noch einige indigene Völker, die man teilweise auch besuchen darf. Ich habe mich dazu entschlossen, den Stamm der Embera kennen zu lernen, die u.a. im Chagres Nationalpark leben. Es gibt die Möglichkeit für ein paar Stunden dorthin zu fahren (Tagesbesuch) oder aber auch über Nacht im Dorf der Embera zu bleiben. So oder so geht das nur über eine gebuchte Tour (z.B. hier), denn die Embera entscheiden selber, wann und wie viel Besuch sie haben möchten. Ich habe mich für eine 2-Tagestour mit Übernachtung im Dorf entschieden. Einen ausführlichen Blogpost dazu gibt es bald. Für mich war der Besuch bei dem Embera-Indianerstamm das wohl nachhaltigste Erlebnis meiner Reise nach Panama.

 

Where to sleep

Das Gute vorweg: Panama ist nicht teuer und man kann sich durchaus ein 4- oder 5-Sterne-Hotel dort leisten, ohne seine Reisekasse überzustrapazieren. Ich habe im Global Hotel Panama (vorher: Grace Hotel Panama) übernachtet und kann es wirklich nur empfehlen. Es ist ein tolles 5-Sterne-Hotel mit sehr gutem Service, guter Lage und es hat einen Pool mit grandiosem Ausblick über die Skyline der Stadt!

 

Travelogue-Tipps

Währung: In Panama ist der US-Dollar die gängige Währung und überall akzeptiert. Es gibt zwar auch noch den panamaischen Balboa, aber da dieser eh 1:1 an den US-Dollar gekoppelt ist und auch die meisten Einheimischen mit US-Dollar zahlen, ist es nicht nötig sich damit einzudecken.

Transport: Für Panama City kann ich euch den Fahrdienst ‚Uber‘ empfehlen. Dies ist ein Dienst, wo ihr über die zugehörige App einen Fahrer „bestellen“ könnt. Ihr gebt an, wo ihr seid, guckt, wer grade in der Nähe ist und werdet abgeholt. Das ist nicht nur super praktisch, es ist auch um einiges günstiger als ein Taxi! Eine Fahrt vom Hotel (Neustadt) zur Altstadt kostet ca. 5$. Für die Fahrt zum Nationalpark (25km) haben wir z.B. 12€ gezahlt – für 2 Personen. Hinzu kommt, dass die Taxifahrer in Panama City sehr aggressiv fahren und ich äußerst ungern damit gefahren bin.
Womit man in der Stadt aber auch gut voran kommt, sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Man ist dann zwar nicht so flexibel, aber es ist günstig und die Infrastruktur in der Stadt ist auch ok.

Wetter / Green Season: Ich war Ende Oktober / Anfang November in Panama und auch wenn das noch zur „Regenzeit“ bzw. Green Season zählt, kann ich diese Zeit zum Reisen durchaus empfehlen. Ja, es hat geregnet, aber immer nur kurz (und dafür heftig). Das Schöne an dieser Reisezeit ist auch, dass wenig Touristen unterwegs sind und tatsächlich alles schön grün ist. Außerdem fand ich es bei Temperaturen von 25-30° C recht angenehm, dass es zwischendurch regnet.

 

Wie ihr seht, kann man in 3 Tagen schon einiges von Panama City sehen! Ich würde mindestens 2 Nächte dort empfehlen, um die wichtigsten und schönsten Sehenswürdigkeiten nicht zu verpassen.

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