3 Stunden durch die Wüste Namibias, eine einmalige Erfahrung!

By 9. Juli 2016 Afrika, Allgemein, Ausflugstipps, Destinationen, Namibia, Rund um die Welt, Vanessa

Neben der Tour durch den Etosha National Park und einem Besuch der Victoria Falls ging es noch in die Wüste Namibias. Also ein komplettes Kontrastprogramm!

Solitaire Lodge

Auf dem Weg von Windhoek nach Sesriem haben wir noch einen kurzen Stop in Solitaire gemacht. Eine tolle Lodge mit einem kleinen Kiosk und einer Tankstelle. Es lohnt sich wirklich für einen kurzen Stop dort anzuhalten, um sich die Beine zu vertreten. Es gibt grandiose Fotomotive!!

 

Sesriem Rest Camp

Angekommen im Sesriem Rest Camp war auch hier als erstes wieder Camp aufbauen angesagt. Ein wirklich schöner Campingplatz mitten in der Wüste – jeder Platz hat einen großen Baum, der einem Schatten spendet. Ein perfekter Platz für unser nächtliches Lager.

 

Sonnenuntergang genießen

Im Anschluss ging es gleich los zu einer kleinen Düne, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Ein kleiner Tipp: um einfacher die Dünen hochlaufen zu können, zieht einfach eure Schuhe aus – mit Socken oder nackten Füßen ist es nur halb so anstrengend! Oben angekommen hatten wir eine wahnsinnig schöne Aussicht, diese Ruhe war einfach unglaublich!

 

Sonnenaufgang auf der Dune45

Nach dem Barbecue am Lagerfeuer ging es für uns dann auch früh ins Bett, denn am nächsten Tag war früh aufstehen angesagt – der Wecker klingelte um 04:30! Wahnsinnig früh, aber wir wussten alle, warum wir uns diese Quälerei antun. Nach einer 40 minütigen Fahrt sind wir an der Dune45 angekommen. Einer der größten und schönsten begehbaren Dünen in Namibias Wüste – 110 Meter hoch, feiner roter Sand und kaum Menschen!

Noch vor dem Frühstück ging es für uns hoch auf die oberste Kante der Düne, im fast dunklen. Ich als Sportmuffel hatte wirklich zu kämpfen und war stolz auf mich, als ich endlich oben angekommen war (da wusste ich ja noch nicht, was im Laufe des Tages noch auf mich zukam…). Dazu kam noch meine Höhenangst – lauft mal in 110m Höhe auf einer schmalen Kante, wo vorher noch keiner entlang gelaufen war, somit gab es keine Laufwege und man ist ständig abgerutscht…. aber oben angekommen wurden wir für die Anstrengungen belohnt – die Aussicht war der Wahnsinn!
Gegen 05:45 Uhr kam dann langsam die Sonne zum Vorschein und wir saßen alle wie die Hühner auf der Stange auf der Kante der Düne und haben einfach nur die Ruhe und den wunderschönen Blick genossen.

 

Nachdem wir alle noch mal das Kind in uns rauskommen haben lassen, das Runterrennen der Dünen war einfach soooo lustig, gab es Frühstück am Van: Rührei mit Bacon und Bohnen! Perfekt nach so einem Start in den Tag.

 

3-stündiger Fußmarsch zum Dead Vlei

Anschließend ging es weiter in Richtung Dead Vlei, ca. 20km entfernt von der Dune45. Wir alle hatten schon die Bilder vom Dead Vlei im Kopf und waren sehr gespannt, was uns dort erwartet. Zu dem Zeitpunkt war uns noch nicht bewusst, dass noch ein sehr langer Weg vor uns lag…
Denn unser Guide, Milnar von Wild Dog Safaris, meinte wir wären ja viel cooler als die anderen Touristen, daher nehmen wir nicht den Shuttlebus vom Parkplatz zum Dead Vlei, sondern wir laufen. Schließlich sind wir hier in der Wüste und wir müssten ja im Nachhinein wissen, wie sich Wüste anfühlt! Gesagt, getan ging es mit Hut und viel Wasser im Gepäck los auf den knapp 3-stündigen Marsch durch die Wüste Namibias – ja ihr habt richtig gehört: 3 Stunden!!

 

Dünen rauf und runter, an Büschen und Antilopen vorbei erklärte uns unser Guide vieles zu den Pflanzen und Tieren Namibias. Es war wirklich super interessant und eine tolle Erfahrung!

 

Angekommen am Dead Vlei!

Aber ganz ehrlich: es war das Anstrengendste was ich je in meinem Leben gemacht habe! Wir Europäer sind es einfach nicht gewohnt, durch so eine Hitze zu laufen, und erst recht nicht als Sportmuffel…
Aber im Endeffekt war ich wirklich super stolz, dass ich es geschafft habe und diese einmalige Erfahrung machen durfte. Und es hat sich wirklich gelohnt!

 

Spaziergang durch den Sesriem Canyon

Am Abend ging es dann noch zum Sesriem Canyon – ein ausgetrocknetes Flussbett, durch welches man durchlaufen kann. Schon gruselig, wenn man sich vorstellt, dass dort normalerweise Tonnenweise Wasser durchfließt! Da es in Namibia aber die letzte drei Jahre kaum Niederschlag gab, sind viele Flussbetten komplett ausgetrocknet.
Zum Abschluss eines genialen Tages haben wir uns noch den Sonnenuntergang angeschaut, die Eindrücke des Tages sacken und beim anschließenden Barbecue den Tag Revue passieren lassen.

 

Alles in allem war der Trip durch die Wüste Namibias ein unvergessliches Erlebnis, was jeder einmal erlebt haben sollte!

Liebe Grüße
Vanessa

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7 Comments

  • Reply Julia 11. Juli 2016 at 20:39

    So ein Wüstentrip ist wirklich unglaublich. Ich war bisher nur kurz in Ägypten in der Wüste, fand dass aber schon sehr beeindruckend. Irgwndwann muss ich auch mal einen größeren Ausflug machen, so wie ihr. Wobei sich der 3-stündige Fußmarsch wirklich super anstrengend anhört…. Und eigentlich hab ichs mit Hitze auch nicht so…. ;-)
    Aber eure Bilder beweisen, dass es sich absolut lohnt die Strapazen auf sich zu nehmen!

    LG, Julia

    • Reply thetravelogue 12. Juli 2016 at 11:47

      Ich kann eigentlich auch schlecht gegen diese Hitze an, aber die Hitze dort ist einfach eine ganz andere, daher kann man das eigentlich ganz gut aushalten. Aber ja, es war schon sehr hart, das stimmt, aber eine Erfahrung wert ;)

      Liebe Grüße
      Vanessa

  • Reply Kathi 14. Juli 2016 at 12:11

    Wow, Vanessa deine Bilder sind ja ein Traum! Das war die Anstrengung mit Hitze und Wandern auf jeden Fall wert!! Namibia steht wirklich ganz oben auf meiner Liste, da muss ich unbedingt mal hin :)
    Liebe GRüße,
    Kathi

    • Reply thetravelogue 18. Juli 2016 at 13:43

      Hallo Kathi,

      lieben Dank! :) Ja die Anstrengung hat sich wirklich gelohnt. Wenn du noch ein paar Tipps für Namibia brauchst, melde dich gerne! :)

      Liebe Grüße
      Vanessa

  • Reply Mokoro Tour durchs Okavango Delta - Adrenalin kick pur! 3. September 2016 at 9:54

    […] meines Trips durch Namibia und Simbabwe haben wir auch einen Stopp im Okavango Delta gemacht – eine Bootstour mit […]

  • Reply Top 3 Campingplätze im Süden Afrikas | THE TRAVELOGUE 26. November 2016 at 16:54

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  • Reply Campingsafari in Namibia | THE TRAVELOGUE 27. Juni 2017 at 20:37

    […] Nach dem Trip durch den Etosha National Park ging es weiter in die Wüste Namibias. […]

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